Winter Grillen am Weber Grill

Um sich die kalte Jahreszeit zu verschönern, gibt es viele Möglichkeiten. Wintergrillen ist eine davon! Dafür gibt es aber einiges zu bedenken, auch wenn Sie sich mit Grillen im Sommer bereits gut auskennen. Wir haben daher mal bei den Profis nachgehorcht! Herr Bart Mus – Weber Grillmeister – beantwortet uns im Folgenden Fragen rund um das Thema Wintergrillen. On top haben wir noch zwei leckere Weber Grillrezepte bekommen. Viel Spaß beim Lesen und vielleicht schon bald beim Genießen!

Hallo Bart Mus! Was macht Grillen im Winter für Sie besonders?

Wir merken mehr und mehr, dass die Leute auch im Winter die Lust auf Grillen verspüren. Vor 10 Jahren hat der Trend mit dem Silvester-Grillen begonnen. Sich mit Familie und Freunden rund um den Grill mit Glühwein oder heißem Cocktail in der Hand zu versammeln, macht den Menschen Spaß. Das ist bis heute so geblieben.  

Abends ist es meist schon früh kalt und dunkel – was empfehlen Sie hier als Ausrüstung?

Ich empfehle hier klar eine wetterfeste Winterjacke und warmes Schuhwerk. Dabei aber bitte nicht zu nah an Hitzequellen stehen und auf Funken achten. Ein Grifflicht am Grill, wie es beispielsweise der neue Weber Genesis II EX-335 GBS hat, kann helfen. Etwas Warmes zu trinken und gute Laune runden das winterliche Grillerlebnis ab. 

Welcher Grill ist am besten geeignet für die kalte Jahreszeit?

Im Grunde eignen sich alle Grills, solange man den Deckel geschlossen hält, denn dies ist im Winter noch wichtiger als im Sommer. Holzkohle und Briketts funktionieren im Winter tatsächlich besser, da die Luftfeuchtigkeit niedriger ist. Wenn man Fleisch grillen möchte, empfehle ich größere Stücke. Der Grill muss so nicht so oft geöffnet werden und die Hitze bleibt besser erhalten. Mit dem Weber Connect System kann man das Grillgut bestens vom warmen Wohnzimmer aus beobachten.

Freunde beim Winter Grillen draußen

© weber.com

Haben Sie Tipps für die Position des Grills?

Der Grill sollte bestmöglich windgeschützt stehen. Dies gilt vor allem bei Grills, die unten geöffnet sind.

Wie lagere ich Grillbriketts und Holzkohle?

Am besten in einem Heizungsraum. Sollte dieser nicht vorhanden sein, kann man Grillbriketts und Holzkohle auch gut in einem trockenen Lagerraum aufbewahren. Garagen, feuchte Keller oder Gartenhäuser eignen sich nicht, da die Briketts und Holzkohle schneller Feuchtigkeit abbekommen können. 

Gibt es in Bezug auf den Brennstoff noch etwas zu beachten?

Auf jeden Fall. Beispielweise sollte man bei Gasgrills mit Propangas arbeiten. Butan wechselt ab einer Außentemperatur von 0 °C zu Flüssiggas und ist somit zum Grillen unbrauchbar. Bei kleinen Gasgrills sollten die Gaskartuschen nach dem Grillen abgenommen und an einem warmen und trockenen Ort gelagert werden.

Holzkohle und Briketts sind stark abhängig von der Qualität. Billigere Produkte enthalten meistens Zusatzstoffe und halten als Brennstoff oft nicht lange durch.   

Stichwort Alufolie zum Grillen im Winter – wirklich nötig oder kann man sie auch weglassen?

Alufolie hat zu keiner Jahreszeit etwas auf dem Grill zu suchen. Weber empfiehlt, auf dem Grill nur mit gusseisernen Schalen zu arbeiten. Aluminium enthält teilweise krebserregende Stoffe, deshalb gilt bei uns das Kredo: Aluminium gehört zum Auffangen von Fett unter den Grill, niemals darauf.

Freunde beim Winter Grillen ohne Alufolie

© weber.com

Welches Fleisch kommt bei Ihnen im Winter genau auf den Grill und was sollte man dazu wissen?

Für mich ist die Art des Fleisches egal, generell verwende ich im Winter immer größere Stücke, da der Grill so länger geschlossen bleiben kann. Für ein leckeres Steak sollte man nicht an der Qualität sparen. Ich kaufe in der Regel vom Fleischer meines Vertrauens, aber auch Fleisch aus dem herkömmlichen Supermarkt kann gut sein. Es ist einfach wichtig, sich einen guten Überblick über die Herkunft, Zucht, Haltung und weitere wichtige Merkmale zu verschaffen.

Und welche vegetarischen und veganen Leckereien – als Beilagen oder Hauptgericht?

Auch da würde ich im Winter mit größerem Stück arbeiten: Zum Beispiel ein ganzer Blumen-, Rot- oder Weißkohl. Bei den letzten Zweien entfernt man den Strunk und füllt ihn mit einer saftigen Füllung. Auch gefüllte Kartoffeln, Paprika oder Zwiebeln eignen sich hervorragend. Es gilt auch hier wieder die Devise: Je länger der Grill geschlossen bleiben kann, desto besser. Als Zubehör eignet sich ein Dutch Oven oder ein Wok perfekt für vegetarische Gerichte. Auch Suppen, Eintöpfe und ein ganzes Brot können auf dem Grill gelingen.

Was trinken Sie am liebsten Heißes beim Grillen?

Freunde beim Winter Grillen mit heißen Getränken draußen

© weber.com

Ein warmer Cocktail am Grill ist immer wieder super, denn für die meisten Cocktails gibt es auch eine heiße Variante. Wenn man diesen am Grill zubereitet, können sich auch die Gäste am Grill versammeln. Ein Zweitgrill ist dafür optimal. Ein kaltes Bier geht trotzdem immer!

Wie bleibt das Essen warm?

Um die Gerichte warm zu halten, eignen sich Formen aus Keramik, wie zum Beispiel die BBQ Keramik-Kasserolle, für den Transport ins Haus. Keramik speichert Hitze besonders gut und gibt auch optisch einiges her. So kann sie beispielsweise zum Servieren direkt auf den Tisch gestellt werden.  

Was gibt es nach dem Grillen beim Aufräumen und Säubern zu beachten?

Gas- und Elektrogrills werden wie gehabt gereinigt: Nach dem Grillen und während des Essens den Grill hochheizen und anschließend mit einer guten Bürste abbürsten. Die Fettschale am besten am nächsten Tag leeren, dank der kalten Temperaturen wird das Fett darin fest und lässt sich leichter entsorgen.

Bei Holzkohlegrills die Lüftungen nach dem Grillen schließen, sodass auch hier dank der Hitze die Essensreste am Rost verkrusten. Am nächsten Tag können diese ganz einfach abgebürstet werden.


Leckere Weber Rezepte für das Grillen im Winter

Jetzt haben wir alles, was wichtig ist, gelernt, konkrete Rezepte fehlen uns aber noch! Und da es vor allem beim süßen Teil der Verköstigung oft an Ideen fehlt, haben wir von Weber hierzu ein zuckersüßes Winter-Rezept erhalten. Aber keine Angst, die Profis haben natürlich auch deftige Rezept-Ideen auf der Weber Homepage.

Optischer Hingucker: das Winterapfelrosen Rezept

Winterapfelrosen

© weber.com

Für die zauberhaften Winterapfelrosen brauchen Sie etwa vier Stunden Vorbereitungszeit. Die Grillzeit beträgt dann lediglich 20 Minuten bei einer Temperatur von 140 – 160 °C . Der GBS Ebelskiver Einsatz oder Backförmchen werden zudem als Zubehör benötigt.

Die Zutaten für den Blätterteig:

  • 440 g Mehl
  • 200 g kalte Butter
  • 280 ml kaltes Wasser
  • 2 TL Salz
  • 2 TL Zucker

Die Zutaten für die Apfelrosen:

  • 6 rote Äpfel
  • 6 EL Zucker-Zimt-Mischung
  • 1 Glas Aprikosenmarmelade
  • Etwas Puderzucker

Die Zubereitung:

Für den Blätterteig:

  1. Vermengen Sie Mehl, Zucker, Salz und Wasser miteinander und formen Sie einen kleinen Teigkloß.
  2. Schneiden Sie die Butter in Würfel und geben sie diese dazu. Kurz vermischen, sodass die Butterwürfel bestehen bleiben. Der gewünschte Blätterteig geht deswegen auf, weil die erhitzte Butter die Teigschichten während des Backens trennt.
  3. Bemehlen Sie nun den Teig und kneten Sie ihn anschließend. Formen Sie ihn nun zu einem Rechteck und wickeln Sie ihn dann in Klarsichtfolie ein. Er sollte so nun 30 Minuten im Kühlschrank ruhen.
  4. Nun ran ans Nudelholz – und den Teig damit rechteckig ausrollen.
  5. Falten Sie den Teig nun wie einen Umschlag und schlagen Sie ihn ein. Drehen Sie die gefaltete Seite nach unten und falten Sie erneut einen Umschlag. Nun den Teig nochmals 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Das Ausrollen und Falten weitere drei Male wiederholen und zum Schluss nochmal 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Für die Apfelrosen:

  1. Bereiten Sie den Grill für die indirekte niedrige Hitze von 140–160°C vor.
  2. Rollen Sie den Teig aus und schneiden Sie ihn in Streifen.
  3. Halbieren Sie die Äpfel, entfernen Sie das Kerngehäuse und schneiden Sie dann sehr dünne Apfel-Scheiben.
  4. Bestreichen Sie die Blätterteigstreifen mit Marmelade und streuen Sie darauf die Zucker-Zimt-Mischung. Legen Sie die Apfelscheiben nun auf die Teigstreifen rollen Sie die Teigstreifen anschließend auf, sodass die Apfelscheiben an einer Seite leicht überstehen und die Optik einer Rose entsteht. Nun die Apfelrosen in den Ebelskiver Einsatz oder in Förmchen geben. Grillen Sie sie bei 160°C solange, bis sie schön goldbraun sind.
  5. Lassen sie die gebackenen Apfelrosen abkühlen und bestreuen Sie sie danach noch mit etwas Puderzucker.

Wir hoffen, wir konnten Sie zum Thema “Grillen im Winter” inspirieren! Ihr Westwing Team! Wenn Sie noch mehr Rezepte suchen, dann klicken Sie auch in unsere Artikel Winter Suppen, Winter Rezepte und Winter Dessert!