Schimmel im Schlafzimmer entfernen

Dunkle Flecken in Zimmerecken, hinter Möbeln oder an Fenstern – beim Anblick von Schimmel läuten bei den meisten von uns direkt alle Alarmglocken. Doch wie gefährlich ist Schimmel im Schlafzimmer wirklich? Wie entsteht er? Und was kann man vorbeugend tun, um Schimmel zu verhindern? Erfahren Sie hier alles Wissenswerte rund um das Thema sowie die besten Tipps und Tricks zur Entfernung.

Ursachen: Warum entsteht Schimmel im Schlafzimmer?

Tatsächlich kann Schimmelbefall im Schlafzimmer auch bauliche Ursachen haben. Gerade undichte Fenster oder Risse im Mauerwerk können zu erhöhter Feuchtigkeit und somit Schimmelgefahr führen. In diesem Fall müssen entsprechende Maßnahmen ergriffen und die Schäden behoben werden.

Allerdings kann es auch durch selbst verschuldetes Verhalten zu einem Befall mit Schimmelpilz kommen. Hierzu gehört:

  • Falsches Heizen: Kühlere Luft ist günstiger für einen gesunden Schlaf. Allerdings kann kalte Raumluft Feuchtigkeit schlechter aufnehmen als warme. Durchgehend kühle Temperaturen können daher Schimmel im Schlafzimmer fördern.
  • Lüftungsverhalten: Zu wenig Lüften oder das Fenster nur auf kipp? Keine gute Idee, denn so kann die feuchte Luft nicht entweichen. Sie sammelt sich dann an den kühleren Bereichen der Wände und der Fenster.
  • Wäsche im Schlafzimmer: Aus Platzmangel in der Wohnung nutzen viele das Schlafzimmer, um ihre Wäsche zu trocknen. Dies erhöht jedoch die Luftfeuchtigkeit und kann zu Schimmelbildung führen.
  • Pflanzen: In einem trockenen Schlafzimmer können Zimmerpflanzen sogar das Klima im Raum verbessern, da sie die Luft befeuchten können. Sollte es hier allerdings bereits zu viel Luftfeuchtigkeit geben, sollten Sie Ihre grünen Lieblinge lieber in den anderen Räumen aufstellen.
  • Möbel falsch gestellt: Wenn es geht, sollten große Möbel wie Bett und Kleiderschrank nicht an einer Außenwand stehen. Dahinter kann sich leicht Feuchtigkeit bilden. Auch bei anderen Möbeln unbedingt auf ausreichend Abstand zur Wand achten!

Lese-Tipp: Wie sollte man aber Wäsche im Winter trocknen? Erfahren Sie es in unserem Guide!

Symptome: Wie gefährlich ist Schimmel im Schlafzimmer?

Im Schlafzimmer verbringen wir sehr viel Zeit, ob zum Schlafen, Relaxen oder Lesen. Deshalb ist die Frage, wie gefährlich Schimmel im Schlafzimmer ist, wirklich nicht zu unterschätzen. Auch wenn es häufig nicht direkt zu merklichen körperlichen Reaktionen kommt, atmen wir die Schimmelsporen so permanent ein.

Deshalb sollte das Problem mit Schimmelpilz schnellstmöglich behoben werden. Auf Dauer kann Schimmel nämlich Asthmaerkrankungen verschlimmern oder auslösen. Auch kann er zu Schnupfen, Reizhusten, Neurodermitis, Kopfweh und sogar Verdauungsproblemen führen.

Grüner und schwarzer Schimmel: Was ist der Unterschied?

Wissenschaftler gehen davon aus, dass es mehr als 250.000 Schimmelarten auf der Welt gibt. Besonders bekannt sind bei uns aber die Formen des schwarzen und des grünen Schimmels. Beide Schimmelarten können in der Wohnung auftreten. Schwarzer Schimmel gilt allerdings als gefährlicher und hartnäckiger als der grüne. Er kann nicht nur durch seinen Geruch belästigen, sondern führt häufig zu Atemnot, geröteten Augen oder Allergien. Grüner Schimmel tritt zwar häufiger auf, führt aber zu weniger starker Gesundheitsgefährdung. Unterschätzen sollten Sie auch ihn jedoch nicht.

Bekämpfung: Wie kann ich Schimmel entfernen?

Grob gesagt gibt es drei Arten, um Schimmel im Schlafzimmer von einer Wand zu entfernen:

  1. Chemische Reiniger: Sprays oder Lösungen wie Natriumhypochlorit, Benzalkoniumchlorid oder ähnliche Mittel aus dem Handel können Schimmel im Schlafzimmer verschwinden lassen. Auch Chemiekeulen wie nach Chlor riechende Sprays helfen.
  2. Hausmittel: Bewährt haben sich hier Wasserstoffperoxid oder Ethanol. Die Flächen werden so desinfiziert und ausgetrocknet, dem Pilz die Lebensgrundlage entzogen.
  3. Abreiben: Oberflächlicher Schimmelbefall kann mit einer Bürste auch mechanisch entfernt werden. Hier empfiehlt es sich, die Fläche zuvor mit Sprühkleber oder Haarspray einzusprühen, um die Schimmelsporen zu fixieren, die andernfalls weiter verteilt werden.

Achtung: Gerade Schimmelentferner mit Chlor haben auch einige Nachteile. Sie sind nicht nur schlecht für die Umwelt und hochexplosiv, sondern wirken auch reizend. Darum sollten Sie beim Verwenden Mundschutz plus Schutzbrille tragen und den Geruch möglichst nicht einatmen.

Vorbeugung: Wie lässt sich Schimmel im Schlafzimmer vermeiden?

Wenn die Ursachen geklärt sind und der Schimmel entfernt, sollten Sie Maßnahmen ergreifen, um einen erneuten Befall zu vermeiden. Hier die Top 7 Tipps zum Vorbeugen von Schimmel im Schlafzimmer:

  1. Richtig Lüften: Stoßlüften Sie für einen regelmäßigen Luftaustausch, im besten Fall mehrmals am Tag.
  2. Gelegentlich heizen: Tagsüber – zwischen den Lüftungsvorgängen – sollte die Heizung ein wenig hochgedreht werden, damit der Raum nicht komplett auskühlt. Auch, wenn Sie im Urlaub sind, sollte stets eine Mindesttemperatur gehalten werden.
  3. Luft entfeuchten: Damit die Luft nicht allzu feucht wird, kann man sie zusätzlich trocknen. Das geht mit einem elektrischen Entlüfter, aber auch mit einer Schüssel Salz.
  4. Einrichtung bewegen: Große Möbel sollten Sie von den Wänden abrücken, Matratzen regelmäßig lüften.

Vermieter oder Mieter: Wer ist für den Schimmel verantwortlich?

Wenn Sie selbst Eigentümer der betroffenen Immobilie sind, dann ist die Sachlage klar. In einer Mietwohnung ist der Vermieter theoretisch für den einwandfreien Zustand der Wohnung verantwortlich – doch was ist, wenn Schimmel die Gesundheit gefährdet? Wenn die Ursache bauliche Mängel sind, dann können Sie auf die Behebung bestehen und bis dahin sogar eine Mietminderung durchsetzen. Allerdings gehen die meisten Schimmelbefalle auf ein falsches Heiz- und Lüftungsverhalten zurück. Dann steht klar der Mieter in der Verantwortung.


Wir hoffen, Sie konnten mit unseren Tipps den Schimmel im Schlafzimmer loswerden! Für viele weitere Guides klicken Sie sich am besten in unsere Rubrik Haushaltstipps.