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Fenster putzen: Große Fenster in Esszimmer

Endlich scheint die Sonne wieder! Natürlich wollen wir auch drinnen so viel Licht wie nur möglich aufsaugen. Doch damit das bei uns in der Wohnung ankommt, braucht es saubere Fenster. Und Fenster putzen gehört definitiv nicht zu unseren Lieblingsbeschäftigungen im Haushalt! Scheiben ohne Streifen, Staub und Schlieren: Wie können wir uns einen sonnigen Durchblick verschaffen? Unsere Interior-Experten haben für Sie die besten Tipps gesammelt. So bekommen Sie wieder perfekt geputzte Fenster – und das Fensterputzen macht sogar Spaß!

Wann und wie oft sollten Sie Fenster putzen?

Logisch: Fensterputzen sollten Sie spätestens dann, wenn Sie nicht mehr rausgucken können. Vor allem bei starkem Sonnenschein kann sichtbarer Schmutz den Blick nach draußen beeinträchtigen. Daher empfiehlt der Verbraucherschutz, dass Sie rund sechs Mal jährlich für 45 Minuten Ihre Fenster samt Fensterrahmen reinigen sollten. Im Schnitt entspricht das ungefähr alle zwei bis drei Monate.

Dies ist natürlich eine reine Empfehlung. Sie hängt auch davon ab, wie schnell Ihre Fenster schmutzig werden. Vor allem im Frühling und Sommer sorgen Pollen und Blütenstaub gerne dafür, dass die Fenster schneller verschmutzen. Viele putzen die Fenster deshalb beim traditionellen Frühjahrsputz. Denn nach Schnee, Eis, Matsch und Regen sehen die Fenster gern besonders schmutzig aus.

Grundsätzlich empfiehlt es sich, die Scheiben weder bei zu hohen noch bei zu niedrigen Temperaturen zu reinigen. Direkte Sonneneinstrahlung und zu starke Sonne sollten Sie vermeiden, da die Fenster sonst zu schnell trocknen. Wenn Sie im Sommer putzen, erledigen Sie das daher am frühen Vormittag oder am späten Nachmittag. Bei Temperaturen unter null Grad geben Sie am besten noch einen Schuss Frostschutzmittel ins Putzwasser. 

Bleiben die Fenster übrigens zu lange ungeputzt, kann das zum sogenannten Erblinden führen. Alle beweglichen Teile Ihrer Fenster-Beschläge sollten zudem einmal jährlich mit einem harz- und säurefreien Öl oder Fett eingerieben werden.

Zubehör: Die besten Utensilien zum Fenster putzen

Richtig Fenster putzen – wie geht das? Eigentlich ist die Reinigung der Fenster nicht allzu schwer. Trotzdem herrscht bei vielen Menschen Unklarheit. Die Meinungen spalten sich nicht nur bei der richtigen Technik, sondern auch bei den geeigneten Utensilien.

Wer es sich ganz leicht machen möchte, holt sich am besten einen Dampfreiniger oder einen Fensterputz-Roboter. Auch ein elektrischer Fensterreiniger oder ein sogenannter Einwascher erleichtern die Arbeit.

Sie mögen es lieber klassisch? Dann schlagen wir Ihnen eine schnelle, einfache und praktische Methode vor: Das Fensterputzen mit einem Mikrofasertuch!

Übersicht: Diese Hilfsmittel sollten Sie parat haben

  • Ein Besen oder Handfeger
  • Ein Putztuch oder ein weicher Schwamm
  • Ein Eimer mit Wasser (bestenfalls destilliert)
  • Fensterreiniger nach Wahl
  • Ein Küchenschaber (am besten ein Cerankochfeldschaber) oder ein Schmutzradierer
  • Ein Abzieher, ein fusselfreies Baumwolltuch, ein Mikrofasertuch, Fensterleder oder eine Nylonstrumpfhose

Tipp: Die richtige Pflege von Fensterleder

Beim Fensterleder handelt es sich um einen Lappen aus saugfähigem Leder. Es eignet sich sehr gut zum Putzen von Fenstern und anderen glatten Oberflächen. Für eine bessere Haltbarkeit sollten sie das Fensterleder nach jedem Gebrauch waschen.

Das geht in Seifenschaum, über Nacht in Essigwasser oder in Salzwasser. Spülen Sie es anschließend immer in klarem, lauwarmem Wasser aus. Vermeiden Sie gleichzeitig die Einstrahlung von Sonnenlicht sowie den Kontakt mit scharfen Putzmitteln und drücken Sie es immer nur behutsam aus.

Wie gut sind Fenstersauger wirklich?

Sie gelten als äußerst praktisch: Fenstersauger. Aber sind diese Gadgets für den Haushalt wirklich so gut wie ihr Ruf? Generell bietet sich ein elektrischer Fensterabzieher dann an, wenn Sie viele und vor allem große Fenster haben.

Hier kann das Reinigen der Scheiben sonst schon mal einen halben Nachmittag in Anspruch nehmen. Mit einem Fenstersauger verkürzt sich die Zeit deutlich. Allerdings müssen Sie hier auch gründlicher arbeiten und mehr Druck ausüben, um die Fenster wirklich streifenfrei zu putzen.

Stuhl steht vor Fenster

Fenster putzen mit Hausmitteln oder chemischen Reinigungsmittel?

Damit Sie sich in Ihren vier Wänden rundum wohlfühlen, sollten Sie diese auch regelmäßig reinigen. Gerade das Fensterputzen ist hier das A und O! Mit sauberen Fenstern wirkt ein Raum automatisch etwas größer und im Allgemeinen sehr viel wohnlicher.

Doch welche Putzmittel sind für einen streifenfreien Glanz am besten geeignet? Unsere Wohnexperten verraten Ihnen hier, welche Reiniger und Hausmittel wirklich etwas taugen.

Tipp: Halten Sie sich allgemein unbedingt an die Regel: Weniger ist mehr! Denn sonst entstehen schnell Schlieren und Streifen an Ihrer Scheibe. Nur von mäßig warmem Wasser dürfen Sie so viel verwenden, wie Sie wollen.

Glasreiniger

Ein Klassiker: der Glasreiniger! Gerade bei hartnäckigen Verschmutzungen kann er wahre Wunder wirken. Der enthaltene Alkoholanteil hilft nämlich effektiv gegen Streifen.

Generell handelt es sich aber nicht direkt um einen Fensterreiniger. Stattdessen verwenden Sie Glasreiniger besser zur Reinigung von Glastischen oder Spiegeln. Denn die enthaltenen Duftstoffe können auch die Schlierenbildung begünstigen! Wählen Sie in jedem Fall ein Produkt, das nicht zu sehr aufschäumt.


Spülmittel

Diesen Reiniger gibt es in jedem Haushalt: Für eine Grundreinigung Ihrer Fenster benötigen Sie einfach nur einen Eimer mit lauwarmem Wasser und einen Spritzer Spülmittel. Ein weicher Schwamm entfernt die groben Verschmutzungen von den Scheiben. Anschließend können Sie mit der Feinarbeit starten!

Tipp: Verwenden Sie nicht zu viel davon, denn das hinterlässt Schlieren!


Essig oder Essigessenz

Gerade an den Fenstern im Bad entstehen durch die Feuchtigkeit gerne Kalkflecken. Um die Scheiben zu entkalken, können Sie dieses beliebte Hausmittel nutzen. Geben Sie einfach einen Schuss Essig ins Wasser und putzen Sie wie gewohnt die Fenster.


Spiritus

Für starke Verschmutzungen können Sie Alkohol zur Hilfe nehmen. Dieser riecht allerdings stark, greift die Hände an und trocknet Ihre Haut extrem aus. Daher sollten Sie bei der Anwendung auf jeden Fall Handschuhe tragen und anschließend gut lüften.


Leinöl

Öl auf Glas – kann das gut gehen? Es kann! Leinöl sorgt tatsächlich für einen schönen Glanz.

Reiben Sie Ihre Fensterscheiben einfach damit ein. Lassen Sie das Leinöl kurz einwirken und waschen Sie es anschließend mit klarem Wasser und etwas Spülmittel ab.


Salmiakgeist

Einzelne Verschmutzungen auf der Scheibe lassen sich prima mit einem Schuss Salmiakgeist (Ammoniak) entfernen. Hierfür ein wenig auf einen sauberen Lappen geben, über den Fleck gehen und kurz nachtrocknen – fertig!

Hinweis: Essig, Spiritus oder Salmiak können durch ihre Säure oder den Alkohol die Dichtung angreifen. Verwenden Sie diese daher sehr sparsam!


Tee oder Brennesseln

Tatsächlich kann auch schwarzer Tee zu streifenfreien Fenstern verhelfen. Füllen Sie dafür lauwarmes Wasser in einen Putzeimer und geben Sie eine Tasse schwarzen Tee hinzu. Lassen Sie alles für zehn Minuten ziehen. Putzen Sie Ihre Fenster anschließend wie gewohnt mit einem fusselfreien Tuch.

Überraschend: Auch beigefügte Brennnesseln machen ein Fenster sauber!


Zitronensaft

Ebenfalls in fast jeden Haushalt zu finden: frischer Zitronensaft! Mischen Sie diesen ins Putzwasser, lässt er Ihre Fenster blitzeblank werden. Tragen Sie die Mischung ebenfalls mit einem fusselfreien Lappen, zum Beispiel einem Mikrofasertuch, auf das Glas auf.

Anleitung: Die richtige Technik für streifenfreie Fenster

Für nicht allzu stark verschmutzte Fenster reicht lediglich Wasser, ohne Putzmittel. Das Tuch muss gut angefeuchtet werden, sollte jedoch nicht tropfnass sein. Die grobe Seite eines Schwamms eignet sich gut, um Staubpartikel und Schmutz zu entfernen.

Anschließend wird das Fenster mit der feinen Seite und etwas Druck trockengerieben. Schon glänzt das Fenster durch ein einfaches Putzen! Achten Sie beim Fensterputzen stets darauf, kreisförmig von oben nach unten und von innen nach außen zu wischen.

Mit dem Abzieher dann vom oberen Fensterrand nach unten und von links nach rechts in schlangenförmigen Bahnen waagrecht wischen. So werden die Fenster schlieren- und streifenfrei!

Schritt-für Schritt: Fenster putzen ohne Streifen

Fenster putzen ohne Streifen und Schlieren – so geht’s!

  1. Vorbereitungen

    Decken Sie zunächst zum Schutz den Fußboden ab. Reinigen Sie nun die Fensterbank mit Handfeger, Handsauger oder einem Putztuch. Anschließend folgen die Fensterrahmen. Tipp: Für hartnäckige Flecken auf Kunststoff-Fensterrahmen eignet sich Autolackreiniger.

  2. Groben Schmutz entfernen

    Befreien Sie die Scheiben mit einem Besen mit weichen Borsten von Staub, Pollen, Sand & Co.. So entstehen beim Putzen keine Kratzer. Grober Schmutz wird mit einem Küchenschaber oder dem Schmutzradierer entfernt – oder Sie weichen ihn ein. Ein Glasschaber sollte nur von Profis bedient werden.

  3. Reinigungsmittel auftragen

    Tragen Sie das Putzmittel Ihrer Wahl mit einem weichen Schwamm oder Lappen auf die Fensterscheibe auf. Arbeiten Sie sich in kreisförmigen Bewegungen von oben nach unten und von innen nach außen vor. Spülen Sie das Reinigungsmittel mit lauwarmem Wasser nach.

  4. Abzieher verwenden

    Nun nehmen Sie sich einen Abzieher zur Hand. Entfernen Sie damit waagerecht und möglichst in einem Zug pro Bahn die restliche Feuchtigkeit von der Scheibe.

  5. Mit fusselfreiem Tuch trocknen

    Jetzt kommt das fusselfreie Tuch zum Einsatz. Hiermit wischen Sie nach jeder Bahn die angefeuchtete Gummilippe des Abziehers trocken.

  6. Nachpolieren

    Für das streifenfreie Fenster so schnell wie möglich mit einem Mikrofasertuch, Fensterleder, Küchenrolle oder auch einer Nylonstrumpfhose nachpolieren. Achtung aber bei Omas Tipp, dem Zeitungspapier! Denn das kann Druckerschwärze am Rahmen hinterlassen!

  7. Vorschmutzungen vorbeugen

    Eine Nanoversiegelung beugt einer neuen Verschmutzung vor. Auch effektiv: Eine Schutzschicht auf der Scheibe durch das Einreiben mit einer Kartoffel. Denn die enthaltene Stärke hat einen wasserabweisenden Effekt.

Tipp: Wechseln Sie das Putzwasser im Eimer nach spätestens drei Fenstern! Wenn Sie den Putzlappen für den nächsten Fensterputz waschen, vermeiden Sie dabei Weichspüler. Besser: Warmes Salzwasser!

Tipps zu Spezialglas

Bei Fenstern aus Spezialglas wie Sicherheitsglas oder Sonnenschutzglas gilt Vorsicht. Schon der kleinste Kratzer ist hier schlimmer als bei normalem Glas! Befreien Sie daher alle Hilfsmittel vorab sorgfältig von Schmutz und Fetten.

Tipps und Tricks gegen hartnäckigen Schmutz beim Fenster putzen

Sollten sich auf Ihrem Fenster wirklich hartnäckige Flecken ausgebreitet haben, können Sie diese mit Ceranmittel entfernen. Das wirkt auch gegen Eingetrocknetes auf der Fensterscheibe wahre Wunder.

Reiben Sie Ihr Fenster mit dem Mittel ein und lassen Sie es etwas einwirken. Anschließend putzen Sie die Scheibe wie gewohnt. Möchten Sie ungern zu chemischen Putzmitteln greifen, kann auch eine aufgeschnittene Zwiebel die Lösung sein. Dafür einfach die betroffenen Stellen mit der Zwiebel einreiben – und fertig!

Fenster putzen: Denken Sie an Ihre Sicherheit!

Gerade bei großen und hohen Fenstern besteht die Gefahr, zu stürzen. Legen Sie sich daher am besten eine Teleskopstange zu. So ist auch ein fester Stand sicher!

Sitzbereich vor großem Fenster im wohnzimmer

Was ist eigentlich selbstreinigendes Glas?

Wenn Sie das Reinigen Ihrer Fenster Leid sind, dann sollten Sie jetzt die Ohren spitzen: Es gibt nämlich Fensterscheiben, die sich von alleine reinigen! Na gut, vielleicht nicht ganz.

Selbstreinigendes Glas ist mit einer speziellen Beschichtung ausgestattet. Um den chemischen Prozess zu beginnen, wird lediglich Licht und Regenwasser benötigt. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, ist keinerlei Hilfe mehr von außen nötig.

Gardinen und Jalousien beim Fenster putzen nicht vergessen

Gardinen und Vorhänge bringen nicht nur optisch eine große Veränderung in den Raum. Gerade von außen angebrachte Jalousien sind ein zusätzlicher Sicherheitsaspekt.

Wichtig: Auch Gardinen, Jalousien & Co. sollten Sie regelmäßig reinigen. Schließlich sammelt sich vor allem zwischen den Lamellen jede Menge Schmutz!

Jalousien können Sie dabei zunächst mit dem Staubsauger absaugen. Dann mit Wasser und Spülmittel abwischen und mit einem trockenen Tuch abtrocknen. Wie Sie Ihre Gardinen am besten waschen, erfahren Sie in unserem Artikel dazu. Dann haben Sie auch wirklich alle To-Dos rund um die Fenster direkt erledigt!


Tipp zum Schluss: Sie fragen sich, was es kostet, das Fensterputzen professionell erledigen zu lassen? Das hängt von Ihrem Wohnort, der Größe der Fenster sowie dem Auftragnehmer ab. Eine Fachfirma oder ein nebenberuflicher Fensterputzer – das sind enorme Preisunterschiede. Holen Sie sich doch dafür einfach Kostenvoranschläge.

Und mit sauberen Fenstern macht das Fenster dekorieren dann auch gleich wieder viel mehr Spaß! Weitere Haushaltstipps wie zum Backofen Reinigen oder Wohnung Putzen finden Sie in unserer Kategorie Reinigung und Pflege!