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Backofen und Ablagefläche, auf der Herdplatte sind zwei Töpfe und eine Pfanne, darum Geschirrtücher und weitere Küchengegenstände

Kuchen, Pizza, Auflauf – der Backofen ist in so manch einem Haushalt nahezu täglich in Gebrauch. Und auch wenn Sie nur die Sonntagsbrötchen im Ofen backen, mit der Zeit sammeln sich Krümel und eingebranntes Fett in dem Küchenhelfer. Da Sie hier Ihr Essen zubereiten, ist Hygiene das A und O. Das Bad putzen wir ja schließlich auch einmal die Woche, nur der Backofen wird gerne beim Schrubben vergessen. Dabei ist es gar nicht so umständlich, wie viele von Ihnen vielleicht denken. Unsere Wohnexperten haben viele hilfreiche Tipps zum Thema „Backofen reinigen“ zusammengetragen. Lassen Sie sich inspirieren und probieren Sie es aus!

Wie oft sollte man den Backofen reinigen?

Grundsätzlich empfehlen unsere Experten, den Backofen alle drei Monate zu reinigen. Wenn Sie das Gerät oft zum Backen in Gebrauch haben und sich schneller Verschmutzungen bilden, sollten Sie eine gründliche Reinigung alle zwei Monate durchführen. Und beim Frühjahrsputz sollte es eh mit auf der Liste stehen! Vergessen Sie die Gummidichtung an der Backofentür nicht! Putzen Sie diese mit warmem Wasser und Neutralseife, damit sie auch weiterhin richtig schließt.

Die besten Tipps zum Backofen Reinigen – so können Sie Schmutz vermeiden:

  • Reinigen Sie den Innenraum regelmäßig nach jedem Gebrauch: So setzt sich nichts fest. Besonders Kalk-, Fett-, Stärke- oder Eiweißflecken sollten sofort mit Lappen oder Küchenrolle aufgesaugt werden. Haben Sie mal keine Lust, dann stellen Sie in der Zwischenzeit eine Tasse mit warmem Leitungswasser und einem Teelöffel Natron in den heißen Ofen.
  • Geeignetes Geschirr: Backgeschirr aus Emaille oder Keramik ist besonders glatt, sodass kaum Speisereste haften bleiben. Verwenden Sie ebenfalls große Formen mit hohem Rand und Backpapier oder eine Backmatte. Damit können Sie Verunreinigungen verhindern, denn Essen im Ofen brutzelt, spritzt oder dehnt sich aus.
  • Gründlich gesäuberte Lappen oder Schwämme verwenden! Diese sollten aber nie zu hart sein und scheuern. Top: Ein Mikrofasertuch.
  • Entfernen Sie immer alle Rückstände: Das gilt für Hausmittel und Reinigungsmittel. Ansonsten können bei Benutzung Dämpfe entstehen.
  • Abkühlen lassen! Reinigen Sie das Gerät nie, wenn es noch heiß ist.
  • Türe offen: Lassen Sie die Backofentür nach der Reinigung zum Trocknen offen. Warten Sie mit der Benutzung, bis er komplett trocken ist!
  • Wassertank reinigen: Bei Herd mit Dampffunktion können Sie den Wassertank mit heißer Spüllauge und einem Lappen säubern. Für den Geschirrspüler ist er nicht geeignet.
  • Alle Einzelteile reinigen: Ob herausnehmbar oder nicht. Die Drehknöpfe reinigen Sie am besten mit Spülmittel auf Küchenrolle. Somit können Sie den Schmutz einweichen lassen.
  • Heizelemente reinigen: Diese sollten Sie lediglich mit einem feuchten Lappen abwischen.

Die besten Hausmittel zum Backofen reinigen ohne Chemie

Es muss zwangsläufig nicht immer die Chemiekeule sein. Mit unseren Hausmitteln spart man sich endloses Schrubben – das sind unsere Tipps, damit es leicht wieder sauber wird:

  • Backpulver: Mischen Sie ein Tütchen Backpulver mit drei Esslöffeln Wasser im Verhältnis 1:1. Tragen Sie dann die Paste auf die Verschmutzungen in Ihrem Backofen auf und lassen Sie alles rund 30 Minuten einwirken. Danach den Backofen mit einem feuchten Tuch säubern.
  • Zitrone: Gießen Sie den Zitronensaft in eine Auflaufform. Geben Sie noch etwas Wasser hinzu und stellen Sie den Mix auf die unterste Schiene in Ihren Backofen. Anschließend das Gerät auf 200 Grad erhitzen und für 15 Minuten „dampfen“ lassen. Durch den Dampf der Zitronen-Wasser-Mischung werden Fett und eingebrannte Flecken problemlos gelöst. Außerdem neutralisiert die Zitronensäure unangenehme Gerüche. Ein hausgemachter Dampfreiniger, der es in sich hat! Auch weiße Beläge können übrigens mit Zitronensäure entfernt werden.
  • Natron: Befeuchten Sie Ihr Backblech und streuen Sie etwas Natron auf klebrige Fettstellen oder Eingebranntes. Dann für einige Minuten einwirken lassen. Anschließend die eingebrannten Stellen einfach abschrubben und mit klarem Wasser nachspülen.
  • Rasierschaum: Diese Variante geht ganz easy! Geben Sie den Rasierschaum auf schmutzige Bereiche, lassen Sie es circa eine halbe Stunde einwirken, abwischen, fertig! (Vorsicht: Rasierschaum sollten Sie besonders gründlich entfernen, damit er keine Spuren an Ihren Lebensmitteln hinterlassen kann.)
  • Geschirrspülpulver oder Geschirrspültabs: Streuen Sie das Pulver gleichmäßig auf die Fläche und lassen Sie es über Nacht einwirken. Abwischen – fertig. Hier funktioniert auch Waschpulver.
  • Heiße Spüllauge: Tragen Sie diese mit einem Schwamm auf und lassen Sie diese circa 15 Minuten einwirken. Danach abwischen – die Lauge hilft allerdings nur bei geringeren Verschmutzungen. Sie ist aber gut auch zum Reingen aller äußeren Flächen geeignet! Genauso können Sie Waschmittel verwenden.
  • Essig: Vermischen Sie den Essigessenz mit etwas Spülmittel. Geben Sie es dann auf die verschmutzten Stellen und reiben Sie die Mischung mit einem Schwamm ein. Nach dem Einwirken können Sie alles wieder abwischen. Der Schmutz sollte sich dabei lösen.
  • Soda: Das Natriumcarbonat geben Sie am besten in Form von 2 Esslöffeln in eine Sprühflasche und füllen dann mit Wasser auf. Damit können Sie vor allem die Seitenwände optimal behandeln.

Step-by-Step: Eingebranntes und Verkrustungen mit Salz vom Backofen reinigen

Backofen hinter einem gedeckten Esstisch, darauf und daneben Küchenutensilien

Wenn der Backofen häufig in Benutzung ist, bleiben kleine oder große Gebrauchsspuren oftmals nicht aus. Mit dem richtigen Backofenreiniger und Einweichen lassen sich Verschmutzungen in der Regel aber ohne großen Aufwand beseitigen.

Etwas komplizierter wird es allerdings, wenn es sich um Eingebranntes handelt. Denn einen eingebrannten Ofen zu reinigen, kann eine echte Herausforderung sein. Wenn Sie dafür die passenden Zutaten zu Hause haben, ist aber auch das schnell gemacht. Unsere Experten verraten Ihnen wie.

Was Sie dafür brauchen:

  • Salz
  • Ein Baumwolltuch
  • Etwas Wasser

Und so einfach geht’s:

  1. Schritt

    Entfernen Sie zunächst alle herausnehmbaren Einzelteile. Diese werden separat gereinigt.

  2. Schritt

    Befeuchten Sie den Boden oder das Backblech (je nachdem, wo sich die eingebrannten Stellen befinden) mit einem nassen Lappen. Bestreuen Sie dann alle verkrusteten Partien im Backofen oder auf dem Blech mit reichlich Salz. Es darf ruhig richtig weiß sein.

  3. Schritt

    Schalten Sie den Backofen ein und erhitzen Sie ihn auf 50 Grad.

  4. Schritt

    Sobald sich das Salz braun verfärbt hat, können Sie den Backofen ausschalten.

  5. Schritt

    Fegen Sie das Salz vorsichtig aus dem Backofen und wischen Sie mit einem feuchten Lappen nach.

  6. Schritt

    Fertig! Nun sollten die eingebrannten Stellen deutlich minimiert oder sogar ganz verschwunden sein.

Tipp: Alternativ können Sie hier auch zu einem Gemisch aus weißem Essig, Zitrone und Natron greifen. Einwirkzeit: Circa eine halbe Stunde. Und eine weiche Zahnbürste lässt sich ebenfalls gut für Verkrustungen einsetzen.

Den Backofen reinigen mit Backofenreiniger

Wenn Sie Hausmitteln ohne Chemie generell nicht über den Weg trauen, können Sie auch einfach zum klassischen Backofenspray greifen. Besonders das Spray ist hier beliebt. Tragen Sie dabei am besten Gummihandschuhe. Entfernen Sie dafür zunächst sowohl Backblech als auch Gitterrost (oder Backrost) aus dem Backofen. Sprühen Sie anschließend den kompletten Innenraum mit dem Spray ein. Eine Einwirkzeit von 20 bis 30 Minuten ist dazu völlig ausreichend. Im letzten Schritt den Backofen mit einem feuchten Lappen auswischen. Bei besonders starken Verschmutzungen können Sie den Backofenreiniger über Nacht einwirken lassen und den Schaum mit Frischhaltefolie abdecken. Denn das wirkt wahre Wunder!

Das sollten Sie bei chemischen Reinigungsmitteln beachten! Wenn Sie sich für einen Backofenreiniger mit chemischen Wirkstoffen entscheiden, sollten Sie das Gerät nach der Reinigung für drei bis fünf Stunden ruhen lassen. Ebenso wichtig ist das Nachwischen mit Wasser, damit sich die chemischen Stoffe nicht im Backofen „festsetzen“. Ansonsten gehen sie auf etwaige Lebensmittel über.

Backblech, Gitterrost, Gummidichtung und Tür vom Backofen reinigen

Während Sie die Einwirkzeit im Ofen abwarten, könnten Sie die Tür des Backofens sowie Backblech und Gitterrost reinigen. Denn die Elemente sollte man am besten einzeln säubern. Sie können diese auch in der Badewanne in heißem Wasser mit Natron und Spülmittel einweichen. Für die Glasscheibe vom Sichtfenster der Tür eignet sich ein fettlöslicher Reiniger. Damit einfach kurz einsprühen, 30 Sekunden einwirken lassen, feucht abwischen und mit einem trockenen Tuch nachreiben. Bei dem Rest der Tür können Sie dann entweder auf Edelstahlreiniger oder Spüllauge bei Kunststoff setzen. Die Gummidichtung hingegen lässt sich super mit Wattestäbchen für Rillen, einem Lappen und Spüllauge säubern. Übrigens soll auch Glaskeramikfeldreiniger gut beim Backofen Reinigen helfen! Damit können Sie Kochfeld und Backofen säubern. Achtung hingegen bei Scheuermilch, diese kann Emaille zu sehr angreifen.

Der selbstreinigende Backofen

Eine sehr komfortable, aber auch kostspielige Lösung ist die Investition in einen selbstreinigenden Backofen. Bei der sogenannten Pyrolyse wird der Backofen während einer Zeitspanne von ein bis drei Stunden auf rund 500 Grad erhitzt. Denn dies bewirkt, dass bei einer solch hohen Temperatur sämtliche Verschmutzung verbrennt und zu Asche zerfällt. Diese können Sie im Anschluss einfach mit einem feuchten Tuch wegwischen – schon ist alles sauber durch Selbstreinigung. Auch clever: Der Backofen mit Beschichtung, und zwar einer katalytische Beschichtung der Backofeninnenwände.


Unter Tipps & Guides finden Sie auch noch weitere clevere Hacks und Hausmittel für Küche & Co. Zum Beispiel, wie Sie Silber reinigen oder auch Fenster putzen. Auch für das Bad haben wir jede Menge Tipps mit Hausmitteln, wie zum Waschmaschine reinigen und WC reinigen. Lassen Sie sich inspirieren!