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Nahaufnahme Kirschblütenbaum

Die vielseitige Kunst der japanischen Gartengestaltung: Ein japanischer Garten wird oft mit einem Zen-Garten assoziiert. Kare-san-sui heißt diese Form des Gartens übrigens im Japanischen. Frei übersetzt heißt das so viel wie „trockene Landschaft“. Das zeigt schon, was im Japangarten fehlt: Nämlich vorwiegend Pflanzen und Wasser. In unserem Ratgeber rund um den Garten im fernöstlichen Stil verraten wir Ihnen, wie Sie einen japanischen Garten anlegen und was sie bei der Gestaltung beachten sollten. Wir stellen Ihnen die unterschiedlichen Gestaltungsmöglichkeiten vor, die Ihren Outdoor-Bereich zum asiatischen Traumgarten verwandeln. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und Ausprobieren!

Diese Bestandteile dürfen in keinem japanischen Garten fehlen

  • Steine können sowohl Gebirge als auch Figuren symbolisieren. Sie sind meist die erste Dekoration eines japanischen Gartens. Alles andere wird dann um sie herum aufgestellt.
  • Sand (manchmal auch Kies) wird dazu um die Steine herum aufgeschüttet. Mit Rechen werden sorgfältig Wellenlinien in das Material integriert. Diese symbolisieren das Wasser. Durch die stetige Veränderung dieser Linien erfährt ein japanischer Garten stets seine „fließende“ Veränderung.
  • Statt großer Pflanzen wächst nur Moos in einem solchen Garten. Das steht für die Natur – so sollen zum Beispiel mit Moos bewachsene Steine oft Berge voller Bäume repräsentieren. Insgesamt legt ein japanischer Garten großen Wert darauf, eine Landschaft im Miniaturformat darzustellen.
  • Japanische Gärten werden ganz im Motto des “Yin und Yang” angelegt. Dieses betont die Gegensätze, aber auch die gegenseitige Abhängigkeit der einzelnen Elemente: Raue Formen treffen auf weiche, feuchte Bereiche stehen im Gegensatz zu trockenen und eckige Elemente wechseln sich mit runden ab.

Ein Zen-Garten ist Bestandteil des Zen Buddhismus und soll für Entspannung und innere Ruhe sorgen. Wichtig ist hier das Loslassen: In einem Zen-Garten soll das eigene Ich in den Hintergrund geraten, damit man das große Ganze des Lebens erkennen kann.

Westwing Interior-Expertin Anna

Japanischen Garten Anlegen: Unsere 7 besten Tipps

  1. Finden Sie Ihr Thema! Einen japanischen Garten anzulegen ist gar nicht so leicht. Schließlich gibt es viele verschieden Themen, die als Inspirationsquelle dienen: Zen, Shinto oder den kaiserlichen Stil. Natürlich können Sie aber auch Elemente aus den verschiedenen Stilen miteinander kombinieren.
  2. Für einen kleinen Japangarten sind Steine, Wasser und japanische Pflanzen essentiell. Ob Sie die Landschaft üppig oder eher schlicht gestalten wollen, entscheiden Sie.
  3. Auch in einem asiatischen Garten darf die japanische Deko natürlich nicht fehlen: Laternen, Pavillons, Treppen aus Stein, Wasserschalen, Zäune und symbolträchtige Figuren wie Buddha– oder Tierfiguren. Diese Elemente können Sie dabei auf unterschiedliche Art und Weise für Ihren Garten nutzen. Besonders wichtig im Zen-Garten: Gehölze!
  4. Vor allem bildhauerische Elemente passen in einen Japangarten. Pagoden, Brücken, Springbrunnen und Skulpturen sollten dann aber auf jeden Fall aus hochwertigen und natürlichen Materialien bestehen.
  5. Ein Pavillon bietet sich an, um eine gemütliche Ecke zum Sitzen zu schaffen.
  6. Kleine Hügel, die sie bepflanzen oder mit Kies auffüllen, verleihen Ihrem japanischen Garten noch mehr Charme.
  7. Eine Sitzbank im Garten ist das A und O! Sie sollte aber so platziert werden, dass Sie den gesamten Garten im Überblick haben und hier vollends entspannen können. Meditation wird im Japangarten ja bekanntlich großgeschrieben!

Japanischen Garten anlegen: Der traditionelle Roji-Garten

Der Roji (bedeutet so viel wie „taubedeckter Boden“) ist eine besondere Form von Gärten in Japan. Er dient einem ganz bestimmten Zweck: Der berühmten Teezeremonie. Bei diesem Ritual geht es aber nicht nur um schlichtes Teetrinken. Es steht hingegen ein Ritual mit vielen unterschiedlichen Vorgängen, durch das man zu innerer Ruhe finden soll, im Mittelpunkt.

Ein solcher japanischer Garten ist meist in einen inneren und äußeren Garten geteilt, um die Trennung zur Außenwelt zu verdeutlichen. Gut geschützt findet sich in ihm das Teehaus, in dem ein Teil der japanischen Kultur des Teetrinkens stattfindet. Außerdem besteht ein Roji meist aus folgenden Elementen:

  • Durch den Eintritt durchs Tor findet man erst wirklich den Zugang zum japanischen Garten und damit zur Teezeremonie.
  • Eine japanische Gartengestaltung hat viele Wege und darüber kann der Gast langsam von der äußeren Welt loslassen und sich zur Zeremonie einfinden.
  • Durch das Waschen in einem Becken kann der Gast die äußere Welt symbolisch abwaschen.
  • Meist gibt es ein oder mehrere Sitzbänke, auf denen man sich auf die Teezeremonie im Japangarten innerlich vorbereiten kann.
  • Oftmals ist ein japanischer Garten über hohe Hecken abgetrennt, damit der Gegensatz von innen und außen stärker sichtbar wird. Hierdurch wird ein solcher Ort zu einem besonderen Erlebnis bei der Suche nach Kontemplation.

Japanische Pflanzen – das sind unsere Must-haves

Ein japanischer Garten ist ein ganz besonderer, fast verzaubert wirkender Ort. Wenn man durch einen solchen Garten spaziert, spürt man sofort das Einkehren von Ruhe und Entspannung. Beliebte Nachbildungen japanischer Gärten finden sich auch in Deutschland – beispielsweise in Städten wie Berlin, Hamburg oder Bonn. In Japan beruhen solche Gärten auf einer jahrhundertelangen Tradition der Gartenkunst, die nicht einfach nur eine wunderbare Optik in ihrem harmonischen Design ergibt.

Vor allem mit Pflanzen lässt sich der Charme des japanischen Gartens in das eigene Heim holen. Besonders beliebt sind dabei Stauden, Farn, Bambus, Bonsai, Hosta und japanischer Ahorn. Vor allem die Ahorn-Gattung ist in asiatischen Gärten sehr begehrt, da die wunderschöne Blattfarbe einen Hauch Asien in Ihren heimischen Außenbereich zaubert. Aber auch Klassiker wie der japanische Kirschbaum, Kiefern und Fichten werden gern gesehen.

Farbliche Akzente können Sie mit einzelnen Pflanzen setzen. Dafür eignen sich Rhododendren, Azaleen, Pfingrosen und Lilien besonders. Mit Seerosen im Teich oder See runden Sie den Look gekonnt ab.

Japanische Wandelgärten- Grünflächen mit Tradition

Eine weitere berühmte Form des Gartens sind die japanischen Wandelgärten. Diese Parks sind im 17. Jahrhundert entstanden und heben die Gestaltung mit Wasser in den Vordergrund. Wichtig sind hier viele Gewässer wie Seen oder zumindest Teiche, die von Inseln, denen oft bestimmte Tiere zugeordnet sind, durchbrochen werden.

Auch hier sind angelegte Wege sehr wichtig. Aber auch Teehäuser und Pavillons, die diese Parks säumen, spielen in japanischen Wandelgärten eine große Rolle. Hier wirkt ist das Zusammenspiel aus Grün und Natur mit ruhigen Wasserpartien besonders eindrucksvoll. Solch eine japanische Gartengestaltung war früher meist Bestandteil eines Kaiserpalastes und repräsentiert bis heute die zeitlose Schönheit Japans und den immer wiederkehrenden Verlauf der Jahreszeiten.

Kein japanischer Garten gleicht dem anderen, aber jeder ist eine Entdeckung für sich – finden Sie dort zu neuen Inspirationen! Wunderschöne und stilechte japanische Gartendeko finden Sie auch hier bei uns im Onlineshop. Stöbern Sie durch die exklusive Auswahl bei WestwingNow und finden Sie Ihre neuen Lieblingsstücken für Ihren ganz persönlichen japanischen Garten!

Lese-Tipps: Sie haben noch nicht genug von der Einrichtung im japanischen Stil? Dann schauen Sie in unserem Artikel vorbei und lesen Sie alles, was Sie über den neuen Wohntrend “Japandi” wissen müssen! Oder klicken Sie doch auch in unsere Artikel zum Thema Feng Shui Garten und dem Schrebergarten Gestalten. Allgemeine Informationen gibt es in unserer Rubrik “Gartengestaltung“!


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