Lachende Frau und Mann
Reisedepeschen ist die Weiterentwicklung des 2011 mit dem Grimme Online Award ausgezeichneten Reiseblogs Reisedepesche von Johannes Klaus. 2017 entschieden wir (Marianna und Johannes) uns dazu zusätzlich einen Reisebuchverlag zu gründen. Für gedankenvolles Unterwegssein, ungewöhnliche Ideen und Sichtweisen. Der Wert eines tollen Buches hat durch den Boom der Reiseblogs nicht verloren, im Gegenteil. Das Internet bietet viele Möglichkeiten, dadurch aber auch viel Ablenkung. Wenn man ein Buch vor sich hat, ist das ein optionsfreier Raum: Man liest, blättert um, liest weiter. Man muss nicht scrollen, nicht klicken – nur lesen. Das hilft sehr, um Inhalte aufnehmen zu können

Die Pandemie hat uns in unserem Reiseverhalten also gar nicht so sehr eingeschränkt, wie man es vermuten würde.

Unser Interview mit Marianna und Johannes von Reisedepeschen

Seid Ihr dieses Jahr gereist? In welche Länder seid Ihr hierbei geflogen/ gefahren? Oder habt Ihr Euren Urlaub in Deutschland verbracht? Wie sind Eure Erfahrungen dabei gewesen?

Wir waren bis Ende Januar noch in Thailand unterwegs. Danach sind wir tatsächlich gar nicht mehr gereist, selbst innerhalb Deutschlands haben wir nur zwei kleine Ausflüge im Sommer gemacht, die wir sehr genossen haben.

Falls Ihr nicht verreist seid: Wie habt Ihr Eure Zeit zu Hause verbracht? Habt Ihr Euch für bestimmte Sachen besonders viel Zeit genommen oder etwas anders als sonst gemacht? Waren Eure Erfahrungen hierbei positiv/ negativ?

Wir waren durch den ersten Lockdown und die Schließung der Kitas intensiv mit der Betreuung unser beiden kleinen Kinder beschäftigt, insofern hatten wir viel Familytime. Letztendlich würden wir es aber nicht rundum als positive Erfahrung beschreiben, die Kinder haben ihre Freunde vermisst und Familytime ist dann schön, wenn es eine bewusste Entscheidung ist und der Kopf dafür auch frei ist

Erzählt uns allgemein etwas über Eure Gedanken und Erfahrungen. Wie habt Ihr das Jahr für Euch erlebt im Zusammenhang mit dem Thema Reisen und wie seht Ihr die Zukunft des Reisens bzw. auch die Zukunft Eures Blogs.

Da wir seit einigen Jahren intensiv am Aufbau des Verlags arbeiten und gar nicht mehr hauptberuflich Reiseblogger sind, hat sich unsere Reisefrequenz schon stark gedrosselt. Dazu kommen zwei Kinder mit denen es riesig Spaß macht zu verreisen, aber unterwegs arbeiten undenkbar ist. Das heißt wir haben unsere Reisen auf privat und beruflich getrennt, und nehmen berufliche Reisen nur dann wahr, wenn sie wirklich wichtig sind. Die Pandemie hat uns in unserem Reiseverhalten also gar nicht so sehr eingeschränkt, wie man es vermuten würde. Aber die Auswirkungen, der Stillstand des Reisens, der Zusammenbruch der Reiseindustrie weltweit den haben wir als Blog und Verlag deutlich zu spüren bekommen, mit der Erkenntnis, dass sich die Mehrheit der Menschen eben dann mit Reisen beschäftigen möchte, wenn es auch real möglich ist.
Wir haben in den letzten Monaten aber immer wieder Wege gefunden, dass sie die Menschen mit Reisen auseinandersetzen, über die Digitale Bar mit Lennart Adam, über Special Themenweeks auf Instagram und Blogartikel zur Zukunft des Reisens von Philipp Laage.