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Camping mit Kindern am Lagerfeuer

Es ist nie zu früh, um mit Kindern Zelten oder Campen zu gehen. Die Natur ist ein Abenteuerspielplatz für Groß und Klein, ein Erlebnis für alle Sinne, und ein Campingausflug mit der Familie bringt Spaß, Freude und schweißt zusammen. Vom Baby bis zum Teenager finden Kinder aller Altersgruppen beim Campen so viele Dinge, die sie fesseln: Der sternenübersäte Himmel, der Ruf einer Eule, die kleine und große Flora und Faune zum Entdecken. Hier finden Sie jede Menge nützliche Tipps, Infos und Checklisten fürs Camping mit Kindern.

Warum Camping mit Kindern?

Campen mit Kindern ist ein Abenteuer und eine Herausforderung. Es ist aber auch ein großer Spaß, Schule fürs Leben und eine Möglichkeit zu wachsen – als Individuum sowie als Familie. Warum bzw. Wie? Das verraten Ihnen unsere Top 10 Gründe für Camping mit Kindern:

  1. Camping fördert die Kreativität Ihrer Kinder.
    Die Natur kann die Kreativität von Kindern und Erwachsenen auf wunderbare Weise anregen. Campen und Zelten regt dazu an, diese Kreativität zu nutzen. Wenn sich Kinder überlegen, wie man eine Pizza über einem Lagerfeuer braten kann oder wie man das Feuerholz trocken hält, wenn es kurz regnet, dann sind sie über sich hinausgewachsen.
  2. Camping lehrt Kindern grundlegendes Wissen über Natur und ihre eigene Selbstständigkeit.
    Beim Wildcampen lernen Kinder sogar wie man ein Lagerfeuer entfacht, welche Pflanzen oder Pilze giftig sind, wie man sich im Wald bei Regen verhält, wie man beim Wandern den richtigen Weg findet und sich in der Natur orientiert. Aber selbst auf dem Campingplatz erfahren Kinder, wie man so ziemlich alles im Freien kochen kann, wie man sich jederzeit mit Wasser versorgt und dass ein bisschen Dreck und Schlamm niemandem wehtun.
  3. Camping zeigt Ihren Kindern, dass Reisen und Ausflüge nicht immer teuer sein müssen, um unvergesslich zu sein.
    Ein Campingplatz, der sogar einen Wasser- und Stromanschluss hat, muss nicht teuer sein und bietet alles was man braucht. Ein Hotelzimmer für eine drei-, vier- oder fünfköpfige Familie kann da nicht mithalten.
  4. Die ganze Familie schafft lebenslange Erinnerungen.
    Kleine und große Abenteuer, neue Spiele, Insider-Witze, Geschichten, auch, oder vor allem die kleinen Schwierigkeiten die auftauchen und die man zusammen meistert schweißen zusammen. Davon werden Sie sich noch lange gegenseitig erzählen. Das beste daran: Der nächste Camping Trip wird ganz anders und neue Erinnerungen bringen.
  5. Die wichtigste Lektion für Kinder beim Campen: Weniger ist mehr.
    Beim Camping brauchen Kinder keine ständige Unterhaltung und Stimulation. Sie unterhalten sich ganz selbstständig. Abendessen vor dem Fernseher werden durch selbstgekochte Mahlzeiten am Feuer ersetzt. iPad-Spiele werden gegen Tischspiele eingetauscht. Weniger Zeug bringt schließlich mehr Erfahrung und Kreativität.
  6. Kinder erleben Gemeinschaft.
    Camper sind sehr hilfsbereit. Beim Aus- und Einladen des Autos oder Wohnmobils helfen, beim Aufbau des Lagers zur Hand gehen, Ausrüstung und Werkzeug ausleihen, gehört in einer Campinggemeinschaft dazu. Kinder lernen nach Hilfe zu fragen, Hilfe anzunehmen, Hilfe anzubieten und zusammenzuarbeiten.
  7. Kinder finden beim Campen neue Freunde.
    Gerade auf dem Campingplatz gibt es immer gleichgesinnte Familien und Kinder, die super Spielkameraden und Abenteuerfreunde abgeben. Kinder lernen auf andere zu zugehen und neue Freundschaften zu knüpfen.
  8. Kinder können beim Campen Ihre eigenen Interessen erkunden.
    Sei es Wandern, Schwimmen, Mountainbiken, Fischen, Gitarre Spielen, Kochen oder Pilze Sammeln, jedes Kind findet seine Lieblingsbeschäftigung beim Campen. Egal ob Ihre Kinder Sportskanonen, künstlerisch oder musikalisch begabt sind, sie werden eine super Zeit haben und sich voll entfalten können. Dabei lernen sie, dass jeder andere Stärken und Talente hat.
  9. Kinder lernen beim Campen die Natur zu respektieren.
    Kinder gehen gerne auf Entdeckungsreise. Beim Campen stoßen sie auf bisher nie gesehen Pflanzen und Tiere, lernen welche Dinge nicht berührt oder gestört werden dürfen, was sie sammeln oder sogar essen können. Egal ob sie sich in der freien Natur oder auf dem Campingplatz befinden, sie bekommen einen ganz anderen Bezug zur Welt da draußen.
  10. Kinder werden selbstsicherer und haben weniger Angst.
    Für Kinder kann es beängstigend sein, nicht in ihrem Schlafzimmer zu schlafen. Wenn Kinder langsam an das Zelten oder Campen herangeführt werden, haben sie keine Angst mehr davor draußen zu schlafen. Sie haben weder Angst vor der Nacht oder dem Wald oder den Geräuschen.

Der richtige Campingspot fürs Camping mit Kindern

Keine Sorge, Ihre Kinder sind wahrscheinlich anpassungsfähiger als Sie Ihnen zutrauen würden. Selbst wenn der Wald ihr Spielplatz wird und es kein Rund-um-die-Uhr-Spaßprogramm gibt, werden sie sich wohlfühlen. Trotzdem können Sie bei der Wahl Ihres Campingspots oder Campingplatzes darauf achten, dass er Kinderfreundlich ist.

So wählen Sie den besten Campingplatz für Ihre Familie:

  • Ist der Campingplatz nahe genug gelegen, damit Ihre Kleinen auf der Fahrt nicht zu unruhig werden?
  • Aber ist der Campingplatz auch weit genug entfernt, damit die Kinder und Sie das Gefühl haben, wirklich zu campen und ein Abenteuer zu erleben?
  • Hat der Campingplatz alles was Sie brauchen, z. B. Toiletten, Spielplätze, einen Uferzugang oder Feuerstellen? Überlegen Sie sich vorher was Ihnen alles wirklich wichtig ist. Brauchen Sie ein Animationsprogramm und eine Kinderdisco? Wollen Sie Fahrräder ausleihen? Freuen sich Ihre Kinder über ein Fußballfeld, Tischtennistische oder ein Klettergerüst?
  • Was wollen Sie ganz in Ihrer Nähe haben? Was lieber nicht? Nutzen Sie die Karte des Campingplatzes schon bevor Sie einen Platz buchen und checken Sie ob die besten Plätzchen noch verfügbar sind. In der Nähe der Waschräume oder Spielplätze und dafür lieber weiter weg von Bächen und Straßen.
  • Schauen Sie sich die Campingplatz Fotos an. Nicht nur die Bilder auf der Website, sondern auch die Fotos auf Instagram und anderen Social Media Plattformen.
  • Nutzen Sie Google, Yelp und Trip Advisor. Die Kundenrezensionen können ebenfalls hilfreich sein, wenn es darum geht, den besten Campingplatz zu finden. Viele Camper, die Bewertungen hinterlassen, geben an, auf welchem Campingplatz sie schon waren und welcher ihnen am besten gefallen hat.
  • Sie Freunde haben, die auch campen, fragen Sie nach ihrer Meinung, welche Campingplätze sie empfehlen. Freunde können einen wertvollen Einblick geben, den die Meinungen und Bewertungen von Fremden im Internet nicht bieten können.

Sollten Sie hingegen wild campen wollen, dann erkunden Sie sich zunächst, ob dies erlaubt ist. Anschließend wählen Sie einen Platz der für die Kinder und für die ganze Familie praktisch und sicher ist. Achten Sie darauf, dass Sie genug Platz haben, dass in der Nähe keine gefährlichen Bäche, Klippen oder umgestürzte Bäume sind, dass Ihr Zelt vor Wind und Regen geschützt steht, oder Ihr Camper gut geparkt ist.

Die Grundausrüstung fürs Camping mit Kindern

Zugegeben, für einen Campingurlaub zu packen ist gar nicht so easy. Sie sollten dabei Platz und Gewicht sparen und trotzdem alles Wichtige dabei haben. Zur Orientierung haben wir für Sie eine Übersicht über die Grundausrüstung fürs Camping mit Kindern zusammengestellt:

Camping Basics

  • Ein Vollständig bestücktes Erste-Hilfe-Set

Es gibt Sets, die speziell für Familien entwickelt wurden. Natürlich können Sie auch Ihr eigenes Set zusammenstellen.

  • Mückenschutz und Mückenstichpflege

Juckreiz am ganzen Körper ist für niemanden angenehm, aber Kinder können besonders gereizt sein, wenn sie mit Mückenstichen übersät sind. Verwenden Sie am besten ein natürliches Mückenabwehrspray für Kinder und halten Sie Ihren Campingplatz mückenfrei mit einer Mosquito Laterne.

  • Sonnenschutz

Natürliche oder umweltfreundliche Sonnenpflege ist optimal.

  • Hängematten

Kinder lieben Hängematten. Sie können darin spielen, relaxen, lesen, quatschen, kuscheln, schlafen oder einfach nur in die Baumgipfel schauen. Es lohnt sich sogar mehr als eine mitzunehmen, wenn es der Platz zulässt. Ihre Hängematte sollte bequem, einfach aufzustellen, leicht robust und kompakt sein, damit sie beim Verstauen nicht viel Platz wegnimmt.

Mädchen beim Camping in der Hängematte
  • Extra Decken

Sie brauchen warme Decken zum Schlafen, eventuell Tischdecken um sauber an Campingtischen zu sitzen, Picknickdecken, Decken um sich spät nachts oder früh am Morgen darin einzuwickeln oder als zusätzliche Unterlage zwischen Schlafsack und Boden.

  • Laternen, Lichter und Taschenlampen

Laternen sind ein absolutes Muss, wenn das Lagerfeuer einmal ausgeht. Zudem sind Lagerfeuer in Campingplätzen nur an Feuerstellen erlaubt. Eine Lichterkette macht den Camping Spot extra cozy. Ein paar kleine Taschenlampen sind immer nützlich für nächtliche Wanderungen oder eine Partie Taschenlampen-Fangen.

  • Werkzeug und Küchenausrüstung

Denken Sie an robuste aber nicht zu schwere Töpfe, Pfannen, Campingkocher, Geschirr, Besteck und Werkzeug. Vermeiden Sie Plastik, packen Sie leicht und sparsam und verstauen Sie alles kindersicher. Die Kids dürfen beim Campaufbau, beim Werkeln und Kochen helfen, sollten aber nicht alleine mit Werkzeug oder Feuer hantieren.


Kleidung

  • Die richtigen Schuhe

Es kommt darauf an was Sie vorhaben, aber es empfiehlt sich, ein Paar Flip-Flops oder bequeme Schlappen zum Hineinschlüpfen und ein Paar Wanderschuhe oder Sportschuhe mitzunehmen. Auch Gummistiefel sind beim Camping mit Kindern Pflicht!

  • Warme Sachen

Auch wenn Sie im Sommer campen gehen können die Nächte kalt werden. Also lieber ein paar Hoodies ins Gepäck!

  • Regenjacken

Seien Sie am besten auf jedes Wetter vorbereitet. Das gilt für sowohl für die Übergangszeit als auch für den Sommer!

  • Nicht die neuesten, teuren Sachen

Ihre Kinder werden dreckig werden, die Sachen werden Flecken bekommen oder vielleicht sogar hier und da ein Loch in der Hose oder am T-Shirt. Wenn Kinder im Campingplatz, im Wald oder am Strand spielen lässt sich dies nicht vermeiden. In den meisten Campingplätzen können Sie Ihre Wäsche zwar waschen, aber seien Sie darauf vorbereitet, dass die Kids schnell wieder schmutzig werden.

Tipp: Schreiben Sie schon während Sie campen eine Packliste für das nächste mal. Was haben Sie vergessen? Was hätten Sie sich sparen und zu Hause lassen können?


Spielsachen

  • Ein Ball und ein Seil zum Tauziehen oder Seilspringen.
  • Wenn Sie den Platz dafür haben, dann bringen Sie Ihre Fahrräder bzw. Laufräder mit.
  • Eine Slackline braucht kaum Platz im Gepäck und lässt sich quasi überall spannen. Gerade größere Kinder werden daran ihren Spaß haben. Und Sie selbst können auch dazulernen und üben.
  • Angelruten oder Netze  für Kinder werden die Kleinen stundenlang unterhalten.
  • Skizzenbücher, Malblöcke oder ein Tagebuch zum Erinnerungen festhalten, malen, skizzieren oder für einfache Spiele wie Tic-Tac-Toe oder Galgenmännchen.
  • Reisespielsammlungen bitten meist in einer einzigen Box mehrere Gesellschaftsspiele bereit.
  • Spielkarten wie Uno sind das Must Have für einen Abend am Lagerfeuer.
  • Bunte Bänder zum Basten und Knüpfen.
  • Wenn Sie irgendwo am Wasser campen, dann bringen Sie Schnorchel und Taucherbrillen mit.
  • Viele Spiele brauchen tatsächlich gar kein Equipment, solche Klassiker wie Fangen oder Verstecken zum Beispiel. Noch mehr gute Ideen die Kinder zum Spielen, Toben und Bewegen anregen finden Sie in Büchern oder online.

Tipp: Eine Schnitzeljagd in der Natur ist ein Spaß für die ganze Familie. Sie können sich selbst eine überlegen oder eine Vorlage aus dem Netz ausdrucken.


Lebensmittel

Natürlich kann man auch vor Ort einkaufen, aber gerade für den Ankunftstag und für die Fahrt sollten Sie vorbereitet sein und schon ein paar Lebensmittel, Getränke und Snacks an Board haben.

  • Camping Food

Lebensmittel die nicht durchgehend gekühlt werden müssen, die sich ein paar Tage halten, schnell und einfach zubereitet werden können, sind besonders praktisch. Beim Camping mit Kindern sollten Sie aber vor allem Essen einpacken, das Ihren Kindern schmeckt. Werden Sie kreativ. Vielleicht können Sie eine Camping-Version des Lieblingsgerichts Ihres Kindes zaubern.

  • Extra-Snacks

Ob als Reiseproviant oder am Campingspot: Um Heißhungerattacken vorzubeugen, sollten Sie genügend gesunde Snacks dabei haben! Am besten solche, die frisch bleiben, bei Wärme nicht zerfließen und leicht zu snacken sind. Denn Langeweile macht hungrig genauso wie Spielen, Entdecken und Abenteuer erleben an der frischen Luft!


Vorbereitungen fürs Camping mit Kindern

Wollen Sie in Deutschland oder im Ausland campen? Planen Sie wild zu campen oder auf einem Campingplatz? In jedem Fall gilt fürs Camping mit Kindern dasselbe, wie beim klassischen Urlaub mit Kindern. Informieren Sie sich immer vorab welche Dokumente Sie für die Ein- und Ausreise brauchen. Denken Sie an den Kinderausweis oder Reisepass und checken Sie die Corona-Regelungen in der Urlaubsregion.

Für die ersten Tage sollten Sie schon mit Lebensmitteln versorgt sein. Wenn Sie länger unterwegs sind können Sie nochmals einkaufen gehen. Genauso können Sie zwischendurch auch Wäsche waschen. Denken Sie beim Packen daran. Eventuell können Sie Platz und Gepäck sparen, wenn Sie dies berücksichtigen.

Sie müssen nicht die ganze Reise vorausplanen. Lassen Sie sich ruhig treiben. Allerdings ist es gerade mit Kindern empfehlenswert wenn Sie für den Tag der Anreise und die Ankunft einen Plan haben. Suchen Sie sich eine Route die Zwischenstopps zulässt. Legen Sie einen groben Zeitplan fest, sodass Sie rechtzeitig ankommen und in Ruhe ihr Lager aufschlagen können, bevor es Dunkel wird.

Entweder Sie haben immer einen Plan B parat oder Sie werden kreativ und flexibel. Wenn Sie Ihren Zeitplan nicht einhalten können, wenn es regnet, wenn Sie etwas vergessen haben, was machen Sie dann?

Probecamping: Übung macht den Meister

Für Sie ist der Testlauf super, weil Sie ein Gefühl dafür bekommen, was Sie wirklich dringend mitnehmen müssen und worauf Sie stattdessen verzichten können. Zelten Sie in einem nahegelegenen Waldstück oder Campingplatz. Oder fahren Sie ein kleines Stück mit Ihrem Camper.

Für die Kids ist Probecamping besonders hilfreich, weil Sie sich dann schon mit der Situation vertraut machen können. Draußen schlafen, ohne Badezimmer und Küche klar kommen, die Geräusche in der Nacht hören, das Zelt aufbauen, oder sich im engen Camper zurechtfinden, das alles will für Kinder geübt sein. Dabei reicht es auch schon wenn die Kleinen im eigenen Garten übernachten dürfen.

Umso mehr Routine die ganze Familie bekommt, desto reibungsloser wird jeder folgende Camping Trip ablaufen. Wenn Anfangs oder gerade bei der Probe etwas schief geht, lassen Sie sich nicht davon entmutigen. Im Gegenteil lernen Sie daraus und lachen Sie später darüber.

Anreise und Ankunft – die wichtigsten Tipps

Sammeln Sie so viele Infos wie möglich, sowohl zum Urlaubsziel, wie auch zur Route. Wie sind die Camping-Bedingungen am Zielort? Wo können Sie parken? Schaffen Sie die komplette Anreise an einem Tag? Reisen Sie besser in Etappen? Gibt es unterwegs sehenswerte Plätzchen und Orte, die sich für einen Zwischenstopp oder Pause anbieten? Umso mehr Sie vorab wissen, desto besser können Sie die Reise und Ankunft vorbereiten.

Packen Sie Ihr Auto, dem Camper, Van oder den Rucksack so, dass Sie alles was Sie auf Reisen und während der Fahrt brauchen schnell griffbereit haben. Das sind zum einen natürlich Dokumente, Geld und Ähnliches. Vor allem aber auch Snacks und Reiseverpflegung für die Kids. Spiele, Bücher, Hörbücher oder Filme, welche die Kinder unterwegs unterhalten.

„Spielregeln“ beim Camping mit Kindern

Besprechen Sie die Campingregeln schon vorab und erklären Sie den Kindern warum jede Regel wichtig ist. Wenn Kinder Regeln verstehen, können sie sich leichter daran halten.

Welche Regeln Sie aufstellen kommt ganz darauf an, wie und wo Sie campen wollen. Zum Beispiel bleibt man während der Fahrt im Camper angeschnallt sitzen. Man bringt keinen Schmutz ins Zelt. Nasse Sachen müssen immer gut zum Trocknen aufgehängt werden. Alles hat seinen Platz im Van oder auch im Campingrucksack. Oder wildes Schaukeln in der Hängematte ist zu gefährlich. Auf dem Campingplatz gibt es Nachtruhezeiten. Für solche und ähnliche Regeln ist das Probecamping auch super nützlich. Kinder werden schnell verstehen, warum Sand im Zelt oder feuchte Socken unpraktisch sind.

Lassen Sie die Kids außerdem mithelfen. Zeigen Sie Ihnen wie man ein Zelt aufbaut oder sicher und ungefährlich Feuer macht. Aber geben Sie Ihnen auch eigene Aufgaben, wie etwa Geschirr spülen.

Programm bei Regen, Wind & Co.

Ein Regentag im Zelt, im Camper, im Van oder im Camping-Bungalow kann super cozy sein. Kuscheln Sie mit der ganzen Familie, spielen Sie Karten, lesen, malen, oder basteln Sie. Gönnen Sie sich Snacks und Süßigkeiten. Seien Sie einfach mal faul.

Spätestens am zweiten Regentag funktioniert das schon nicht mehr so gut. Aus Gemütlichkeit wird schnell Langeweile. Dann brauchen Sie einen Plan B. Informieren Sie sich schon vorab über nahegelegene Ausflugsziele. Vielleicht gibt es in der Nähe kleine Städtchen oder Orte in die Sie für einen halben Tag flüchten können. Ansonsten hilft nur noch regenfeste Kleidung anziehen und ab ins Abenteuer. Unternehmen Sie eine kleine Regen-Wanderung, bauen Sie Staudämme in kleinen Waldbächen, springen Sie durch Pfützen und versuchen Sie die Zeit zu genießen.

Mit genügend Spielen, Kreativität und der richtigen Kleidung können Sie mehrere Tage bei schlechtem Wetter durchstehen. Sollte das Regenwetter länger anhalten, dann überlegen Sie sich, ob Sie Ihren Standort wechseln wollen. Vielleicht müssen Sie für besseres Wetter gar nicht weit fahren und können wenige Kilometer weiter Ihr Lager nochmals aufschlagen.

3 Tipps fürs Camping mit Kindern

Hier haben wir nochmals 3 Top Tipps für Camping mit Kindern für Sie zusammengefasst:

  1. Klein anfangen: Erst mal zelten im Garten, dann Probecamping im Wald am Stadtrand, danach ein Wochenende und bald sind sowohl die Kinder als auch Sie bereit für einen Zelturlaub oder Campingtrip, der eine oder zwei Wochen dauern kann. Tasten Sie sich sowohl was die Reisedauer, als auch die Entfernung von Zuhause angeht langsam heran.
  2. Ersatzschlüssel mitnehmen: Wenn zwei Erwachsene dabei sind, dann sollte jeder von beiden einen Schlüssel zum Camper, Van oder zum Schluss am Zelt haben. Ansonsten verstauen Sie einen Ersatzschlüssel im Auto oder irgendwo wo Sie Ihn immer griffbereit haben, falls der Schlüssel zu Ihrem Camping Zuhause mal verloren gehen sollte.
  3. Immer abfahrbereit sein: Ein Zelt lässt sich im Notfall natürlich nicht so schnell abbauen. Aber im Zweifel kann dieses auch später wieder abgeholt werden. Versuchen Sie beim Zelten immer soweit Ordnung mit Ihrem Gepäck und Ihrer Ausrüstung zu halten, dass Sie im Zweifel alles ins Auto werfen und losfahren können. Wenn Sie mit dem Camper oder Wohnmobil unterwegs sind bedeutet dies, dass Sie nichts lose im Fahrzeug liegen oder stehen lassen, was nicht festgemacht ist. Alles kommt nach dem Benutzen zurück an seinen Platz. So müssen Sie nur noch Gepäck und Kinder in den Camper packen und können jederzeit losfahren.

Wir hoffen, unser Artikel hat Ihnen gefallen. Sollten Sie auch einen Hund haben, schnuppern Sie doch mal in unseren Beitrag Camping mit Hund. Oder vielleicht haben Sie Lust auf das Abenteuer Wintercamping?