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Wohnzimmer mit Teppeich, Fernseher und Lowboard, daneben ein Durchbruch zum Esszimmer

Aus zwei mach eins! Sollte Ihnen in Ihren vier Wänden ein Zimmer zu klein geworden sein, müssen Sie nicht gleich die Umzugskartons packen und alle Zelte abbrechen. Mit einem Wanddurchbruch lässt sich dafür in Ihrem Eigenheim eine Menge verändern. Optisch sorgt das Entfernen von unliebsamen Wänden ebenfalls für eine große Bereicherung innerhalb Ihres Wohnraums.

Damit Sie keine tragenden Wände einreißen, sollten Sie sich stets professionelle Hilfe zulegen und einen Statiker beauftragen. Auch ein Blick auf den Grundriss Ihres Heims kann dabei durchaus weiterhelfen.

Wie Sie generell eine tragende Wand in Ihrem Zuhause erkennen können, verraten Ihnen unsere Wohnexperten. Lassen Sie sich davon inspirieren!

Checkliste: So können Sie die tragende Wand erkennen      

Bei Außenwänden können Sie grundsätzlich davon ausgehen, dass es sich um tragende Wände handelt. Anders ist es bei Zwischen- oder Trennwänden, hier sollten Sie vor einem Wanddurchbruch genau prüfen, ob die Wand eine Deckenlast trägt oder nicht.

Unsere Experten verraten Ihnen, woran Sie eine tragende Wand erkennen können:

  • Position: Generell befinden sich tragende Wände auf jeden Fall im Außenbereich Ihres Eigenheims. Bei mehrstöckigen Häusern sitzen tragende Wände in der Regel übereinander, da die Kräfte so nach unten abgeleitet werden.
  • Material: Trockenbauwände, welche mit Gipskarton verkleidet wurden, haben im Inneren oftmals eine Holz- oder Metallkonstruktion. Beim Klopfen klingen Trockenbauwände hohl und besitzen in der Regel keine tragende Funktion. Dennoch können hier Gas-, Wasser- oder Stromleitungen entlanglaufen.
  • Balken und Stahlstützen: Sobald horizontale oder vertikale Balken und Eisenträger erkennbar sind, hat die Wand eine tragende Funktion.
  • Dicke der Wand: Bei einem Neubau von nach 1990 muss die tragende Wand eine Dicke von rund 11,5 Zentimetern aufweisen. Und das ohne Putz, Tapete & Co. Bei einem Altbau, der vor 1970 erbaut wurde, waren allerdings auch schmalere Wände als tragend zugelassen.

Hoch hinaus! Tragende Wände in mehrstöckigen Gebäuden erkennen

In einem mehrstöckigen Haus ist es keine Seltenheit, dass tragende Wände eine geringere Dicke haben, je höher man sich im Wohnhaus nach oben bewegt. Wenn Sie also die Traglast der Wände bestimmen möchten, sollten Sie sich von unten nach oben vorarbeiten. Ebenso ist es wichtig, auf eine geschossweise übereinanderliegende Position zu achten.

Kleiner Tipp: Im Stockwerk über oder unter der vermeintlich tragenden Wand an exakt derselben Position befindet sich keine Wand? Dann handelt es sich vermutlich nicht um ein tragendes Objekt.

Denn im Normalfall liegen tragende Wände immer geschossweise übereinander und leiten die Kräfte nach unten ab. Bevor Sie nun aber einen Wanddurchbruch vornehmen, sollten Sie stets einen Fachmann zu Rate ziehen.

Schwarz auf Weiß – tragende Wände im Grundriss erkennen

Generell lässt sich auf einem Grundriss nicht mit bloßem Auge erkennen, ob es sich nun um eine tragende Wand handelt oder nicht. Zwar sind tragende Wände oftmals etwas dicker gezeichnet als „herkömmliche“ Wände, aber dies ist nicht unbedingt die Regel. Ab und zu sind auf Bauzeichnungen tragende Wände etwas dicker und Zwischen- bzw. Trennwände innerhalb einer Wohnung dünner gezeichnet. Es kann auch vorkommen, dass Bauzeichner oder Architekten tragende Wände mit Schrägstrichen schraffieren. Um den Unterschied optisch hervorzuheben, werden auch gerne kleine Punkte in Zwischenwände gemalt. Damit Sie von dem Blick auf den Grundriss auf eine tragende Wand schließen können, sollten Sie sich zusätzlich immer die Statik zur Hilfe nehmen.

Mehr Durchblick: So kann man die tragende Wand entfernen

  1. Möchten Sie eine tragende Wand entfernen, sollten Sie im ersten Schritt das sogenannte Abfangen der zugehörigen Raumdecke vornehmen.
  2. Ganz wichtig: Beauftragen Sie hierfür auf jeden Fall einen Statiker und eine Baufirma, die Sie dann bei dem Vorhaben professionell unterstützt.
  3. Damit es später nicht zu Komplikationen in der Statik kommt, muss die später wegzunehmende tragende Wand unbedingt durch einen Stahlträger ersetzt werden. Dieser fängt die Deckenlast ab und trägt das entsprechende Gewicht.
  4. Stemmen Sie dafür Schlitze, in die der Stahlträger am Ende eingelegt werden kann.
  5. Nun wird der Stahlträger an seinem Platz fixiert. Damit dieser die Deckenlast effektiv tragen kann, muss die Stärke vorher von einem Statiker errechnet werden.
  6. Jetzt können Sie den Wanddurchbruch vornehmen und die tragende Wand vollständig entfernen.
  7. Im letzten Schritt werden der eingesetzte Stahlträger und die Laibung verputzt. Fertig!