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Mundschutz selber machen klassische Maske

Früher verpönt, mittlerweile in Coronavirus Zeiten fast schon ein Fashion Statement (und einfach cool, weil man andere damit schützt): Der Mundschutz! Auch Promis wie Lena Meyer-Landrut, Charlotte Roche und Joko Winterscheidt werben dafür mit dem Hashtag #maskeauf!“. Da es an medizinischen Masken momentan noch fehlt und diese, wenn von Ärzten gebraucht werden, ist „Mundschutz selber nähen“ der neue Trend! Auf Instagram und bei Stars sieht man dabei besonders stylische Modelle: Schutzmasken mit tropischem Blätterprint, Gesichtern oder in Trendfarben. Das können Sie auch! Suchen Sie sich Ihren Gute-Laune-Stoff und los geht´s – mit unserer Anleitung zum Mundschutz selber machen! Nebenbei ist das auch noch eine gute Quarantäne Beschäftigung während der Corona-Krise…

Welche Stoffe sind geeignet zum Mundschutz selber machen?

Sie sind voll motiviert für Ihren individuellen Mundschutz? Super. Dann geht’s jetzt erstmal ans Stoff Aussuchen! Optisch sind Ihnen dabei, wie schon erwähnt, keine Grenzen gesetzt. Beim Material sollten Sie aber darauf achten, dass der Stoff zum einen schadstofffrei ist, zum anderen sich nicht ausleiert und elastisch ist. Genauso sollte er robust und kochfest sein, da Sie ihn oft bei heißen Temperaturen (60 oder 90 Grad) waschen müssen. Das gilt auch für die Gummibänder, für die Sie sonst auch auf Textilgarn oder eine Jerseynudel umsteigen können. Der koreanische Mundschutz besteht zum Beispiel aus dünnem Neopren oder feinem, aber dichtem Fleece.

Wichtig: Machen Sie immer vor dem Nähen den Test, ob Sie durch den Stoff auch atmen können. Legen Sie dabei den doppelt gefalteten Stoff um Mund und Nase. Klappt´s mit der frischen Luft?

Geeignete Stoffe:

  • Molton
  • Batist
  • Popeline
  • Baumwolle (Köper, Fahnentuch, Voile)

Ungeeignete Stoffe:

  • B1 Molton (enthält Chemikalien!)
  • Microfaser oder Frottee-Handtuch-Stoff (geben eventuell Mikroplastik ab)   
  • Jersey (verzieht sich zu sehr)

Schritt für Schritt Nähanleitung auch für Nähanfänger: Den Mundschutz selber nähen ohne Schnittmuster

Die selbstgenähte Atemschutzmaske hat keinen speziellen Filter und ist daher kein Eigenschutz vor Corona. Er entspricht nicht den Hygienevorgaben des Robert-Koch-Instituts. Dafür bietet Sie aber einen Fremdschutz nach dem Virologen Christian Drosten. Das heißt: Andere Menschen sind bei einer Infektion ihrerseits vor austretenden Tröpfchen mit dem Virus in der Luft geschützt. Nur Atemschutzmasken mit dem FFP2- oder FFP3-Standard schützen nach der Weltgesundheitsorganisation WHO den Träger selbst vor einer Ansteckung. Dennoch filtern zum Beispiel Baumwollstoffe circa 70 % der infektiösen Partikel aus der Luft. Das Tragen von Einmalhandschuhen hingegen wird als nicht ratsam eingestuft. Die Gummihandschuhe können sogar zur Gefahr werden, da sie beim Einkauf schnell mal unhygienisch werden.

Das brauchen Sie für Ihre Maske:

  • Stoff in den Maßen 18 x 24 cm (ansonsten mit einer Schere zuschneiden)
  • Gummiband (Waschbar bis 60 oder 90 Grad)
  • Stecknadeln
  • Ein Lineal
  • Eine Nähmaschine
  • Ein Bügeleisen

So geht´s:

  1. Die Stoffstücke rechts auf rechts aufeinanderlegen.
  2. Die beiden langen Seiten aneinander nähen.
  3. Nun wenden – innen nach außen krempeln.
  4. An den offenen Seiten die Kanten einschlagen und bügeln.
  5. Nun drei Falten legen und stecken, die in dieselbe Richtung zeigen.
  6. Die Gummibänder an den vorgesehenen Stellen feststecken.
  7. Einmal komplett rundum nähen, nah an der Kante entlang. Bei Bändern und Falten gern zweimal drüber nähen.
  8. Fertig! Waschen Sie die Maske am besten auch vor dem ersten Tragen! Wie das geht, erfahren Sie in unserem Artikel zum Mundschutz Waschen! Tipp: Wer lieber mit einem Schnittmuster arbeitet, bekommt dieses bei Burda Style.

Achtung: Und auch mit Maske sollten Sie immer 1,5 – 2 Meter Abstand halten und an die Nies- und Hustetikette denken. Fassen Sie sich zudem nicht ins Gesicht und waschen Sie regelmäßig die Hände. Beim Ausziehen die Maske am besten nur an den Bändern berühren und direkt in die Waschmaschine geben. Tragen Sie den Mundschutz nie den ganzen Tag, maximal 3 Stunden, sonst können sich Viren ansammeln.


Den Mundschutz selber machen mit der Variante des Krankenhauses der Universität Hongkong

Gerade in Hongkong war die Knappheit des Mundschutzes enorm – und die Preise wucherten. Daher hat die dortige Behörde vom Universitätsklinikum ein einfaches DIY erstellen lassen.

Das brauchen Sie:

  • Küchenrolle
  • 1 Taschentuch
  • Breites Maler-Krepp
  • 4 Gummibänder
  • Ein Stück Draht
  • Eine Schere
  • Einen Locher

So geht´s:

  1. Nehmen Sie zwei Blatt Küchenrolle und legen Sie diese übereinander.
  2. Legen Sie das aufgefaltete Taschentuch auf die Blätter.
  3. Schneiden Sie alle drei Blätter auf die gleiche Größe zu und schneiden Sie dann alles in der Mitte einmal durch.
  4. Kleben Sie an die kurzen Enden beidseitig das Malerkrepp.
  5. Lochen Sie das Malerkrepp an beiden Enden.
  6. Legen Sie das Stück Draht mittig an den oberen Rand und fixieren Sie ihn mit Klebeband. Dieser dient dann als Nasenbügel.
  7. Machen Sie Schlaufen mit den Gummis durch alle vier Löcher.
  8. Fertig! Ziehen Sie beim Anziehen immer erst die oberen, dann die unteren Gummibänder über Ihre Ohren.

Den Mundschutz selber machen ohne Nähen und Nähmaschine

Nicht jeder hat eine Nähmaschine daheim. Damit es auch so mit einem Mundschutz klappt, werden nur ein Halstuch und zwei (Haar-) Gummis benötigt.

  1. Ein Stofftuch zweimal zusammenfalten.
  2. Gummiringe oder Haargummis auf jeder Seite über die Enden ziehen.
  3. Die Stoffenden nach innen einklappen.
  4. Über den Mund ziehen und die Haargummis hinter die Ohren spannen.

Den Mundschutz selber machen mit Draht oder Metallbügeln

Ein Mundschutz mit Draht oder Bügeln hat den Vorteil, dass er eine bessere individuelle Passform bietet. Achten Sie beim Material nur darauf, dass es rostfrei ist, da der Mundschutz oft (nach jedem Mal tragen) gewaschen werden muss. Wir zeigen, wie Sie Draht oder Bügel einfügen können:

  1. Die Maske sollten Sie, wie oben beschrieben, soweit genäht haben, dass Sie gewendet vor Ihnen liegt und nur noch die Seiten offen sind.
  2. Steppen Sie von der Oberkante der Maske von der Mitte aus zu beiden Seiten ca. 6 cm ab.
  3. Nähen Sie parallel dazu eine weitere Naht von ca. 0,7 – 1 cm Abstand je nach Breite des Drahts (Puffer einplanen).
  4. Schieben Sie die Bügel ein und nähen Sie die Öffnung zu.
  5. Stellen Sie die Maske fertig, indem Sie sie rundum absteppen und die Bänder befestigen.

Einen Filter für den Mundschutz selber machen

Mit einer Öffnung in der Unterkante der Maske lässt sich ein Filter in die Maske legen. Verwenden Sie dafür spezielles Filtergewebe oder weniger professionell ein doppelt gelegtes Stück Küchenrolle oder Hygiene-Vlies. Streichen Sie diese nach dem Einlegen glatt. Hinweis: Auch mit diesem Filter ist die Maske nicht komplett sicher und noch kein medizinischer Atemschutz!

Ear Saver: Den Ohrenschutz gegen wunde Stellen nähen

Ein Ohrenschutz bietet sich an, wenn Sie Ihre Maske über längere Zeit am Stück tragen möchten! Sie verhindern, dass die Gummibänder, die normal hinter den Ohren verlaufen, Ihnen wehtun oder die Haut sogar wund machen. Für die Ear Saver brauchen Sie lediglich 7-20 cm Band (hängt von der Länge Ihrer Gummibänder und der Kopfgröße ab) sowie mindestens zwei Knöpfe.

  1. Schlagen Sie die Enden des Bandes doppelt oder einfach ein und nähen Sie sie fest.
  2. Nähen Sie an jedes Ende einen Knopf.
  3. Fertig! An die Knöpfe können Sie die Gummibänder einhängen statt an den Ohren!

Mundschutz selber machen und spenden, verkaufen (oder auch kaufen)

Viele möchten in diesen schweren Zeiten helfen so gut es geht. Und vor allem in Krankenhäusern, Arztpraxen, Notgruppen oder Wohnheimen für Obdachlose und Flüchtlinge oder Altersheimen herrscht gerade ein Engpass an Mund-Masken. Wenn Sie wissen möchten, wohin Sie spenden können, besuchen Sie die Seite Maskmaker.de. Bei Maskefuerdich.de hingegen kann man kaufen oder verkaufen.

Tipp: Rechtlich gesehen sollte man selbstgenähte Masken nicht Mundschutzmaske, Mund-Nasen-Schutz oder Atemschutzmaske nennen. Bezeichnen Sie diese daher im Internet besser als Behelfsmaske, Gesichtsmaske, Mundbedeckung, Mund-Maske oder Mund-Nasen-Maske. Das Zusatz Wort „Schutz“ sollte auf jeden Fall nicht enthalten sein, denn es ist ausschließlich medizinischen Produkten zugewiesen. Die Folge wären dann Abmahnungen und ein eventuelles Bußgeld. In jedem Fall sollten Sie auch ein paar für sich aufheben, denn vielleicht werden diese bald sogar Pflicht! Bleiben Sie gesund und munter – Ihr Westwing-Team!


Lese-Tipps: Klicken Sie doch auch in unsere Artikel zur Quarantäne, dem Home Office Einrichten und dem Home Workout! Und wir haben auch Tipps, wie Sie Desinfektionsmittel selber machen können!