Glögg in einem Topf

Während wir in der Weihnachtszeit am liebsten mit Glühwein anstoßen, wärmen sich die Skandinavier bei einem heißen Becher Glögg auf – jedenfalls in Schweden. Denn die dänische sowie norwegische Bezeichnung für den Punsch ist Gløgg und in Finnland heißt er Glögi. Für den Schwedenpunsch wird klassischerweise Wein mit verschiedenen Gewürzen getränkt und erwärmt. Als kleines Extra befinden sich im Glögg zusätzlich Rosinen sowie Mandeln. So lecker! Wir verraten Ihnen, wie Sie den schwedischen Glühwein ganz einfach selber zubereiten. Viel Spaß und „skål“!

Rezept: Glögg zuhause zubereiten

Für das Herstellen des schwedischen Glühweins brauchen Sie eigentlich nicht viel. Sicherlich haben Sie die meisten Zutaten sogar schon Zuhause vorrätig. Mit unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung gelingt Ihnen der beliebte Glögg auf jeden Fall!

Diese Zutaten brauchen Sie für den schwedischen Glögg:

  • einen Liter Rotwein
  • 100 g Rosinen
  • 100 g Mandeln (blanchiert)
  • eine Packung Vanillezucker
  • einen halben Teelöffel Kardamom
  • eine Zimtstange
  • zehn Stück Würfelzucker (braun)
  • 250 ml Weinbrand

So geht die Zubereitung:

  1. Geben Sie die Zutaten (bis auf den Zucker, die Mandeln, die Rosinen sowie den Weinbrand) in einen ausreichend großen Topf.
  2. Lassen Sie alles auf kleinster Stufe für rund zehn Minuten ziehen.
  3. Nun füllen Sie den Zucker in einen zweiten Topf und übergießen diesen mit Weinbrand.
  4. Mit einem Streichholz anzünden und den Zucker dabei vollständig schmelzen lassen.
  5. Jetzt die Masse in den Topf mit dem Rotwein und den Gewürzen geben.
  6. Verteilen Sie den Glögg auf die Gläser Ihrer Gäste und servieren Sie den schwedischen Glühwein zusammen mit Rosinen sowie Mandeln.
Glögg in einer Tasse

Was ist der Unterschied zwischen Glühwein und Glögg?

Glögg ist in den nordischen Ländern in der kalten Jahreszeit sehr beliebt und ein fester Bestandteil der Wintersaison. Glühwein wird dagegen vor allem auf den Weihnachtsmärkten in Deutschland sehr gerne getrunken. Die offizielle Definition von Glögg beruht auf den darin enthaltenen Gewürzen, wie Nelken oder Zimt. Außerdem muss die Basis entweder Weiß- oder Rotwein sein und ein Alkoholgehalt von mindestens sieben Prozent ist quasi ebenfalls Pflicht. Auch die leckere Einlage aus Mandeln und Rosinen unterscheidet den Schwedenpunsch vom klassischen Glühwein. Unser hiesiger Glühwein ist zudem deutlich zuckerärmer und mit weniger Gewürzen angereichert. Was beide jedoch gemeinsam haben: Sie werden am liebsten super heiß getrunken und schmecken einfach nur köstlich.

Alkoholfreier Glögg

Es geht auch ohne! Denn der schwedische Glögg muss nicht immer mit Alkohol zubereitet werden. Wir verraten Ihnen ein leckeres Rezept für alkoholfreien Schwedenpunsch, der auch super für ältere Kinder geeignet ist.

Das brauchen Sie für einen alkoholfreien Glögg:

  • einen Liter Traubensaft
  • einen Teelöffel Kardamom
  • eine Zimtstange
  • etwas Schale einer Orange
  • zehn Gewürznelken
  • ein kleines Stück Ingwer

So einfach ist der alkoholfreie Schwedenpunsch gemacht:

  1. Brechen Sie die Kardamomsamen und Gewürznelken in einem Mörser leicht auf.
  2. Zerteilen Sie anschließend die Orangenschale sowie den Ingwer in kleine Stücke.
  3. Jetzt geben Sie alle Zutaten in einen Kochtopf und erhitzen diese.
  4. Alles bei schwacher Hitze für rund eine Stunde köcheln lassen.
  5. Zum Schluss die Gewürze mit Hilfe eines Siebs herausfiltern. Fertig!
Glögg neben typisch weiteren skandinavischen Leckereien

Wie trinkt man Glögg?

In Skandinavien ist es in der Winterzeit fast schon Tradition, dass der Glögg nach Familienrezept zubereitet wird. Ursprünglich wurde der Punsch nur mit Zimt, Nelken und Kardamom gewürzt. Mittlerweile sind den verschiedenen Varianten aber keinerlei Grenzen gesetzt. Sogar Systembolaget, Einzelhandel für Getränke mit einem Alkoholgehalt von mehr als 3,5 Volumenprozent, kreiert jedes Jahr neben dem klassischen Glögg noch eine völlig neue Sorte. In Schweden wird der skandinavische Glühwein vorrangig aus kleinen Tassen getrunken, die nur minimal größer als Espressotassen sind. Als erstes kommen in den Becher einige Rosinen sowie geschälte Mandeln und dann erst der Glögg. Besonders gut schmecken dazu übrigens Pepparkakor und natürlich Lussekatter.

Aus diesen Tassen schmeckt der Glögg dreimal so gut:

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