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Balkon an orangefarbener Fassade

Egal ob Sonne, Regen, Schnee oder Hagel: Tag für Tag ist unser Balkon allen möglichen Witterungen ausgesetzt. Besonders Frost und Wasser können dabei Schaden an unserem kleinen „Draußenzimmer“ nehmen. Damit Sie aber noch lange etwas von Ihrer gemütlichen Outdoor-Oase haben, ist eine Balkonsanierung von Zeit zu Zeit ein absolutes Muss. Vor allem, wenn sich schon Risse oder Stockflecken bemerkbar machen. Die sehen nämlich nicht nur unschön aus, sondern können auch gefährlich für Sie werden. Unsere Interior-Experten zeigen Ihnen in diesem Guide, wie Sie Ihren Balkon richtig abdichten und somit sowohl Ihren Außenbereich als auch sich selbst schützen.

Die wichtigsten Fragen zur Balkonabdichtung

Sie möchten Ihren Balkon abdichten, doch wissen noch nicht genau wann und wie? Kein Problem! Wir haben die wichtigsten Fragen für Sie zusammengestellt!

Weist Ihr Balkon Risse, abgeplatzte Farbe, Schimmel oder Ähnliches auf, ist das ein Zeichen, dass Feuchtigkeit über die Oberfläche in den Boden gelangt ist. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern kann auch gefährlich sein. Im schlimmsten Fall müsste sogar der komplette Balkon aus Sicherheitsgründen abgerissen werden. Um dies zu vermeiden, ist eine Balkonabdichtung notwendig.
Spätestens wenn sich Schäden durch Wind und Wetter auf Ihrem Balkon sichtbar machen, ist es Zeit für eine Balkonsanierung. Aber auch davor, um Feuchtigkeit und dem Eindringen von Wasser in den Untergrund vorzubeugen, ist eine Abdichtung sinnvoll. Besonders wenn Sie neue Fliesen auf Ihrer Mini-Oase verlegen möchten, werden Sie da nicht drumherum kommen.
Im Laufe der Jahre kann es vorkommen, dass Ihr Balkon oder Ihre Terrasse undicht wird. Das zeigt sich zum Beispiel durch Risse im Beton, Stockflecken an der Wand und kleine Salzausblühungen. Auch das Ablösen von Fliesen oder Kalkrückstände können eine Balkonsanierung notwendig machen.
Da Feuchtigkeit Hohlstellen im Untergrund des Balkons bilden kann, ist es sinnvoll vor der Balkonabdichtung den Boden freizulegen und den Belag ganz neu aufzubauen. So vermeiden Sie Undichtigkeiten. Sollten nur Randstellen von Schäden betroffen sein, muss aber meistens nicht der komplette Balkonboden dafür geopfert werden. Grundsätzlich gilt aber: Ob Ihr alter Belag erhalten bleiben kann, hängt auch immer von der Methode der Abdichtung ab.
Lassen Sie die Balkonsanierung von einem Experten durchführen, kann man mit etwa 100 bis 200€ pro m² rechnen. Das hängt aber auch immer davon ab, wie groß der Schaden ist und welche Art der Balkonabdichtung angewendet wird. Legen Sie selbst Hand an, sind die Kosten natürlich weitaus geringer.

Diese Methoden gibt es

Für das Abdichten Ihres Balkons gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Methoden. Dichtschlämme und -bänder zählen dabei zu den einfacheren Vorgehensweisen, während Flüssigkunststoff sich als sehr praktisch erweist. Welche Möglichkeiten sich noch für eine Balkonabdichtung eignen, verraten wir Ihnen im Folgenden!

  1. Abspritzen mit Unterwassersilikon: Kleine Undichtigkeiten lassen sich relativ schnell abdichten. Dafür am besten Unterwassersilikon aus der Spritzkartusche verwenden und kleine Löcher und offene Fugen schließen. Aber Achtung: Diese Methode bietet sich meist nur als Übergangslösung an. Denn auch durch kleine Undichtigkeiten kann Feuchtigkeit eindringen und Schaden am Balkonboden nehmen. Daher unbedingt vorher checken, ob sich schon Hohlstellen unter den Fliesen befinden.
  2. Dichtschlämme und -bänder: Mineralische Dichtschlämme erweisen sich als besonders einfache Methode. Besonders große Flächen lassen sich so auf dem Balkon einfach ausfüllen. Daher sind Dichtschlämme vor allem für die Erstabdichtung eines Balkons beliebt. Um ein gleichmäßiges Ausgießen der Masse zur ermöglichen, sollten Sie an den Ecken und Kanten unbedingt ein Dichtband anbringen. Das sorgt außerdem dafür, dass die Ecken und Kanten ebenfalls gut abgedichtet sind.
  3. Bitumenbahnen: Bitumen sind sowohl als Anstrich als auch in Form von Schweißbahnen erhältlich. Der Anstrich muss dabei mehrfach auf den Boden aufgetragen werden, um einen zuverlässigen Schutz zu gewährleisten. Die Schweißbahnen hingegen werden an der Unterseite erhitzt, dann einschichtig auf dem Balkonboden verlegt und anschließend fest angedrückt.
  4. Folie + Klemmleisten: Diese Methode ist besonders bei Handwerkern sehr beliebt, da sie sehr preiswert ist. Achten Sie hier aber unbedingt darauf, dass wirklich alle Randstellen und Fugen gut abgedichtet sind. Sonst kann es schnell wieder zu Wasserschäden kommen. Mit Klemmleisten an den Rändern lässt sich die Abdichtungsfolie druckwasserdicht befestigen. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann zusätzlich ein paar Zentimeter an der Wand bekleben und die Klemmstreifen mit Silikon abspritzen.
  5. Flüssigkunststoff: Flüssigkunststoff ist für das Balkon Abdichten besonders praktisch, da es sehr flexibel ist, wenig Eigengewicht mitbringt und sich sehr leicht auftragen lässt. Nebenbei sieht dieser Dichtungsanstrich im Vergleich zu anderen Varianten sehr ästhetisch aus, sodass manchmal kein weiterer Bodenbelag nötig ist.

Bevor Sie den Balkon abdichten

Bevor es an die Abdichtung geht, ist die richtige Vorbereitung A und O. Denn egal für welche Methode Sie sich entscheiden – diese Schritte sollten Sie auf keinen Fall vernachlässigen. Im ersten Schritt sollten Sie den alten Bodenbelag entfernen und den freigelegten Untergrund reinigen. Kontrollieren Sie den Boden nun unbedingt auf Risse und Hohlstellen – nach der Abdichtung ist dies nämlich nicht mehr möglich. Sind Schäden erkennbar kann nämlich eine komplette Sanierung notwendig sein.

Um den Beton staub- und fettfrei zu bekommen, ist anschließend die Reinigung mit einem Hochdruckreiniger ein absolutes Muss. Danach sollten Sie die Festigkeit sowie Saugfähigkeit des Bodens überprüfen. Nehmen Sie dafür einen Schraubendreher zur Hand und kratzen Sie damit fest auf das Material. Lässt sich der Beton leicht beschädigen, muss er zuerst imprägniert werden. Gießen Sie dann ein wenig Wasser auf den Balkon. Zieht es innerhalb von drei Minuten an, muss der Beton vor der Balkonabdichtung noch abgeschliffen werden.

Balkon abdichten mit Flüssigkunststoff: Schritt-für-Schritt

Ein Dichtungsanstrich mit Flüssigkunststoff erweist sich als sehr praktische und beliebte Methode für eine Sanierung. Bevor Sie damit starten, müssen Sie diesen zuerst entsprechend der Herstellerangaben mischen.

Das brauchen Sie:

  • Abdichtungsmittel aus Kunststoff
  • Dichtband
  • Malerrolle zum Auftragen
  • Ring- oder Flachpinsel

Und so geht’s:

  1. Step: Eine Grundierung ist nicht nötig. Tragen Sie den Anstrich mit einer Malerrolle gleichmäßig auf die gesamte Fläche des Balkons auf. Damit keine Undichtigkeiten entstehen, sollten Sie unbedingt auf die Randbereiche achten.
  2. Step: Lassen Sie nun den Anstrich trocknen. Im Normalfall benötigt der Kunststoff etwa vier Stunden, um auszutrocknen sowie eine Mindesttemperatur, um sich mit dem Beton zu verbinden. Beachten Sie hierbei die Angaben des Herstellers.
  3. Step: Nun tragen Sie die zweite Schicht auf und wiederholen Sie das Ganze mehrfach. Beachten Sie auch hier die Herstellerangaben.
  4. Step: Nicht vergessen: Verlegen Sie zwischen den einzelnen Abdichtungsschichten ein Dichtungsband an den Ecken und Rändern!
  5. Step: Bis der abgedichtete Boden ausgetrocknet ist, kann es durchaus 48 Stunden oder mehr dauern. Haben Sie also Geduld, bevor Sie die Fläche wieder belasten.

Balkon abdichten mit Dichtschlämmen: Schritt-für-Schritt

Die Abdichtung mit Dichtschlämmen zählt zu den einfachsten Methoden. Sie ist sehr flexibel und ist eignet sich sowohl für mineralische Untergründe als auch keramische Altbeläge.

Das brauchen Sie:

  • 2-Komponenten-Dichtungsschlämme
  • Dichtungsband
  • Rührgerät/Bohrer mit Rührwerk
  • Flachpinsel
  • Glättkelle
  • Flächenstreicher
  • Schwammbrett

Und so geht’s:

  1. Step: Dichtungsschlämme bestehen aus zwei Komponenten. Diese müssen miteinander verrührt werden. Nehmen Sie dazu ein Rührgerät oder einen Bohrer mit Rührwerk zur Hand und beachten Sie die Angaben des Herstellers. Achten Sie besonders auf die Verarbeitungszeit – in diesem Zeitraum soll das Material verbraucht werden.
  2. Step: Tragen Sie nun den Dichtungsanstrich mit einem Flachpinsel dick und breit an den Randbereichen auf.
  3. Step: Drücken Sie nun entlang der Kanten in die frische Masse das Dichtband ein. Dieses sollte am Boden zur Wand hin verlaufen.
  4. Step: Nun können Sie die Dichtungsschlämme auf der gesamten Fläche mit dem Flächenstreicher auftragen. Nach etwa zwei bis drei Stunden können Sie diesen Schritt wiederholen. Manchmal ist sogar eine dritte Schicht sinnvoll.

Das sollte beim Balkon abdichten noch beachtet werden

Wenn Sie Ihren Balkon abdichten, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass ein Gefälle von zwei bis drei Prozent vom Haus entfernt gegeben ist. So kann das Regen- und Schmelzwasser abfließen. Ideal wäre außerdem, wenn eine Dachrinne dieses auffängt und über ein Fallrohr abführt. Falls das nicht der Fall ist, wäre es eine Überlegung wert, Regenrinne und Fallrohr zu montieren und abzudichten. Darüber hinaus sollte der Bodenbelag gleichmäßig gestaltet werden, damit sich keine Pfützen bilden können.

Welcher Bodenbelag nach der Abdichtung?

Sie haben Ihren Balkon erfolgreich abgedichtet und möchten sich nun an einen neuen Bodenbelag wagen? Die Qual der Wahl ist hier enorm! Wir haben unsere Favoriten für Sie zusammengestellt:

  • Holz ist als Belag sehr beliebt. Es wirkt warm, gemütlich und ein wenig rustikal. Am besten wählen Sie eine Sorte, die witterungsbeständig ist und nicht splittert. Auf nicht zertifizierte Tropenhölzer sollten Sie aber verzichten.
  • Balkondielen aus Holz-Verbundwerkstoff bestehen zu 50 bis 90 % aus Holzmehl oder -fasern und einer Kunststoffmatrix aus Polypropylen. Sie sind sehr witterungs- und UV-beständig. Außerdem gibt es diese in unterschiedlichen Farben.
  • Da Fliesen sehr robust, pflegeleicht und langlebig sind, sind sie für Balkone ebenfalls sehr beliebt. Allerdings sollten Sie fachgerecht verlegt werden, um Schäden durch Wasser & Co. zu vermeiden.
  • Betonsteine gibt es in vielen unterschiedlichen Farben, Formen und Oberflächen. Da die Pflege und Reinigung aber etwas mühsam sein können, ist von diesem Belag eher abzuraten.

P.S.: Wir hoffen, wir konnten Ihnen mit unseren Tipps helfen! Und falls Sie noch auf der Suche nach Inspiration zur Balkongestaltung sind, dann klicken Sie doch in unsere Artikel dazu! Wir haben schöne Ideen zur Balkon-Beleuchtung, Balkon-Deko, Balkon-Design und viel mehr!