Beet im städtischen Gemeinschaftsgarten

Wie wäre es, wenn Sie in der hektischen Großstadt einen kleinen Rückzugsort hätten? Ein Ort, an dem Blumen blühen, Kräuter und Tomaten wachsen und Sie Beeren schon zum Frühstück naschen können? Klingt ziemlich genial, oder? Mit Urban Gardening (zu deutsch: Urbaner Gartenbau) wird dieser Traum ganz ohne große Zauberei schnell Wirklichkeit. Ob als kleiner Gemüsegarten auf dem Balkon oder als Gemeinschaftsgarten: Mit diesem Trend kehrt die Natur in die Stadt zurück! Wir verraten Ihnen hier die besten Tipps und Tricks zum Urban Gardening.

Definition: Was versteht man unter Urban Gardening?

Urbaner Gartenbau – das klingt im ersten Moment spektakulär und etwas abgehoben. In erster Linie handelt es sich aber um ein nachhaltiges Hobby für Körper, Geist und Seele. Denn beim Urban Gardening finden Sie Ruhe vom hektischen Alltag. Selbst wenn Sie sich nicht in einem der Gemeinschaftsgärten, sondern einfach auf Ihrem eigenen Balkon eine kleine Auszeit nehmen.

Das Schöne dabei ist: Sie können im Sinne des “Urban Farming” sogar eigenes Gemüse, Kräuter und Obst anbauen – ganz egal, wie viel Fläche Sie dabei zur Verfügung haben. Denn Urban Gardening bedeutet vor allem Gärtnern auf kleinem Raum. Dabei kann es sich um Grünflächen inmitten der Stadt handeln, aber auch um private Hinterhöfe, Vorgärten, Balkone oder Dachgärten.

Urban Gardening ist, als ob man Licht anmacht und dieses Licht dann die ganze Umgebung erleuchtet.

Antonio Longo, Dozent

Beim sogenannten “Micro Farming” genügt im Zweifel sogar die Fensterbank! So verbinden Sie das Großstadtleben mit sinnstiftendem Gärtnern und umweltschonendem Anbau.

Buch Tipp:Urban Gardening” von Christa Müller.

Woher kommt der Trend zum städtischen Gärtnern?

Die Idee für städtische Gärten ist keineswegs neu. Sie kennen doch bestimmt auch die früher so beliebten Schrebergärten, die meist an Stadträndern zu finden sind. Übrigens: Auch die erleben gerade wieder ein absolutes Revival!

Der Bau von Grünflächen in Städten wird also schon seit Mitte der 90er Jahre stark vorangetrieben. Ursprünglich kommt die grüne Bewegung jedoch aus den USA. In New York waren Gemeinschaftsgärten in den 70er Jahren ein absoluter Trend. Diese sogenannten Community Gardens boten Menschen in der Stadt Platz für Blumenbeete und zum gemeinschaftlichen Gemüseanbau. Auch im Kuba der 90er Jahre wurden Flächen für Urban Gardening zur Verfügung gestellt, um die Versorgung mit Lebensmitteln sicherzustellen.

Guerilla Gardening: Diese Form von Gärtnern entstand als politischer Protest gegen soviel grauen Beton, für mehr Grün in der Stadt. Der britische Autor Richard Reynolds (Buch “Guerilla Gardening – ein botanisches Manifest”) ist Aktivist der Bewegung. Auf der Webseite Guerillagardening berät er dazu. Zum Beispiel werden dabei oft unbeflanzte Bauminseln begrünt – das ist ohne die Zustimmung der Gemeinde aber eigentlich strafbar. Denn es handelt sich ja um städtische Flächen. Wenn Sie aber vorher fragen, freuen sich die Gemeinden auch oft. Dabei sollten Sie folgendermaßen vorgehen: 1. Unkraut entfernen 2. Frischen Mutterboden verteilen 3. Bepflanzen.

Grüner Lichtblick: So funktioniert Urban Gardening

Wer auch in der Stadt Blumen oder Pflanzen anbauen will, der schließt sich am besten dem Lifestyle-Trend an. Alles, was Sie für das grüne Konzept brauchen, ist eine kleine Fläche und etwas Fantasie. Denn egal, ob Sie nur einen kleinen Balkon, eine Dachterrasse mit Blick über die Stadt oder ein Beet im Gemeinschaftsgarten begrünen möchten: Etwas Platz finden Sie mit Sicherheit.

Viele Pflanzenarten wachsen sogar problemlos in Töpfen und Kübeln auf dem Balkon und können so jedes Jahr neu gestaltet werden. Perfekt auch für Menschen ohne den berühmten grünen Daumen! Denn beim Urban Gardening geht es gar nicht unbedingt um ausgereiftes Gärtnerwissen. Vielmehr steht die Freude am Gärtnern und der eigene Ideenreichtum im Mittelpunkt.

Auch für Kreative ist Urban Gardening damit perfekt. Denn neben klassischen Pflanzkübeln und Balkonkästen kommen beim Urban Gardening auch Eimer, Badewannen, Paletten oder Tetrapacks als Gefäße zum Einsatz. Ausgediente Gegenstände, die man normalerweise entsorgt, lassen sich beim Gärtnern “upcyclen” und bekommen so einen neuen Verwendungszweck.

Tipp: Tolle DIY-Ideen für Urban Gardening auf dem Balkon finden Sie in unserem Video!

Diese Pflanzen eignen sich für Urban Gardening – auch auf dem Balkon

Mit ein bisschen Geschick und guten Wetterbedingungen können Sie einen kleinen Garten gestalten, der sogar Gemüse wie Tomaten zum Ernten anbietet. Dabei gibt es für urbanes Gärtnern natürlich je nach Lage die passenden Pflanzen. Welche Sorten sich für den städtischen Garten am besten eignen, verraten wir Ihnen jetzt!

Platzsparende Kräuter für Ihren Balkon

Kräuter sind dankbare Pflanzen beim Urban Gardening, denn ihnen reicht bereits ein kleiner Topf mit frischer Erde und regelmäßiges Gießen. Säen Sie unterschiedliche Sorten wie Petersilie, Dill, Schnittlauch, Minze, Thymian und Rosmarin. Mehr Informationen dazu finden Sie auch in unserem Artikel zum Kräutergarten anlegen.

Bohnen im urbanen Garten

Bohnen können problemlos in einem tieferen Topf angebaut werden. Je nach Sorte blühen Stangenbohnen lila, weiß oder rot und versorgen Sie wochen- oder monatelang mit frischen Bohnen. Tipp: Bohnen sammeln Stickstoff an ihren Wurzeln. Behalten Sie die Erde nach der Ernte, um sie als natürlichen Dünger für andere Pflanzen zu nutzen.

Vertical Gardening auf dem Balkon

Ideal für alle, die mit wenig Platz auskommen müssen: der vertikale Garten! Den gestalten Sie am besten mit hängenden Pflanzen wie Hänge-Erdbeeren, Petunien oder Geranien. Mit selbstgemachten Paletten-Regalen oder stylischen Wandregalen wird Ihr Vertical Garden dann zum echten Hingucker!

Gemüseanbau auf dem Balkon für Anfänger

Einige Pflanzen sind wahre Sonnenanbeter und können bei perfekter Lage den ganzen Sommer lang Freude bereiten. Besonders Erdbeeren, Paprika, Chili und Tomaten sind Klassiker und gelingen selbst Neulingen des Lifestyle Trends.

Urban Farming: Gemüse anbauen ohne Garten

Landwirtschaft mal anders! Sie wollen auch selbst Obst und Gemüse anpflanzen? Dann lohnt es sich, vorab die Flächen des Balkons oder Gemeinschaftsgartens zu checken. Denn auf einem reinen Nordbalkon wird es schwierig, Ihre Garten-Projekte umzusetzen. Wenn Ihr urbaner Garten ein paar Stunden Sonne am Tag abbekommt, können Sie sich besser austoben.

Leckere Kräuter wie Petersilie, Thymian, Minze und Schnittlauch können in kleinen Blumenampeln hängend untergebracht werden. Somit werden Sie zugleich zu einem dekorativen Element in der urbanen Gartengestaltung. Dann können Sie sich außerdem an eine große Auswahl an Gemüse- und Obstsorten wagen. Ein Hochbeet mit Radieschen oder Pflücksalat ergibt ein leckeres Abendessen im Sommer. Mit selbst angebauten roten Kirschtomaten gönnen wir uns Caprese zum Mittag.

Unser Tipp: Bei Balkonpflanzen ist es wichtig, sie regelmäßig zu gießen und zu düngen. Denn selbst hochwertige Erde versorgt die Pflanzen maximal sechs Wochen mit Nährstoffen. Wer Gemüse angebaut hat, sollte außerdem auf einen organischen Biodünger setzen. Schließlich wollen Sie die eigene Ernte später mit gutem Gewissen genießen.

Lese-Tipp: Beim Gemüse selbst anbauen spielt der richtige Zeitpunkt eine große Rolle! Dafür lohnt es sich, einen Blick in unseren Aussaatkalender zu werfen.

Urban Gardening: Was sind Gemeinschaftsgärten?

Ihre Wohnung hat keinen Balkon oder Sie haben einfach Lust, Ihre Leidenschaft fürs Gärtnern mit anderen zu teilen? Dann ist ein Gemeinschaftsgarten vielleicht genau das Richtige für Sie. Hier werden öffentliche Flächen in der Stadt gemeinsam bewirtschaftet. So verschönern Sie nicht nur Ihre Nachbarschaft und tauschen Ihr Gartenwissen aus, sondern knüpfen auch neue Freundschaften. Dabei gibt es auch interkulturelle Gärten, in denen sich speziell Menschen verschiedener Herkunft austauschen können. Nachbarschaftsgärten sind hingegen ausschließlich von Nachbarn eines Hauses oder Nachbarschaftshäusern mit einem gemeinsamen Hof. City Farms mischen die Tierhaltung mit Grünflächen und Gärtnern und haben meistens noch ein Angebot für Kinder wie Reiten etc.

Tipp: Mittlerweile bieten viele Städte tolle Projekte zum Urban Gardening an. Informieren Sie sich einfach online!

Cottage Garden – Stadtgärten mit romantischem Südengland-Flair

Selbstverständlich geht es beim Urban Gardening nicht nur um den Anbau von Lebensmitteln. Auch jeder, der sich einen hübschen Rückzugsort mit frischen Blumen und schönen Grünpflanzen anlegen möchte, kann bei diesem Lifestyle Trend mitmachen. Unser Favorit für einen gelungenen Stadtgarten: Der Cottage Garden im romantischen Südengland-Flair.

Für die kleine Oase braucht es nicht viel. Bunte Blumen, Pflanzentröge aus Steingut und geflochtene Körbe zaubern schnell ein gemütliches Landhaus Flair in Ihren urbanen Garten. Säen Sie eine Mischung aus Wildblumen und erfreuen Sie sich an der Farbenpracht der unterschiedlichen Sorten. Damit erschaffen Sie übrigens auch ein Schlaraffenland für Bienen! Eine Sitzgarnitur aus hellem Holz und bunte Sitzkissen mit Blumenmuster passen optimal zum Cottage Garden.

Lese-Tipp: Erhalten Sie hier noch mehr Informationen und Ideen für Ihren Cottage Garten!

Gemütliche Ecke mit Stuhl und bunten Sitzkissen und einem Lavendeltopf im Urban Gardening Stil

Unsere schönsten Übertöpfe & Blumenampeln

Lassen Sie sich vom Urban Gardening Trend inspirieren und gestalten Sie Ihre eigene grüne Oase im Freien. Wir haben unsere schönsten Pflanzentröge, Übertöpfe und Blumenampeln zum Aufhängen für Sie zusammengestellt. Die sind übrigens auch tolle Geschenke für Gartenliebhaber! Außerdem finden Sie bei uns praktische Regale für Ihren hängenden Garten. Hier finden Sie mit Sicherheit ein paar neue Dekoideen für die urbane Gartengestaltung:


Lese-Tipp: Wir hoffen, unsere Ideen konnten Sie zum Gärtnern inspirieren. Entdecken Sie gerne auch unsere weiteren Artikel zum Thema Gartengestaltung oder unseren Artikel zum Gärtnern für Anfänger! Der Winter naht? Dann klicken Sie schnell in unseren Artikel zum Indoor Garten!