Hochbeet für Gemüse und Blumen bauen

Ein eigener kleiner Garten, in dem man Kräuter, Obst und Gemüse anbauen kann: Wer sich diesen Traum erfüllen will, sollte unbedingt über ein Hochbeet nachdenken! Das ist nämlich nicht nur platzsparend, sondern bringt auch jede Menge anderer Vorteile mit sich – zum Beispiel eine reiche Ernte. Natürlich könnten Sie sich die Konstruktion für Garten oder Balkon nun einfach kaufen – viel praktischer und noch dazu spaßiger ist es aber, wenn Sie Ihr Hochbeet selber bauen! Wir verraten Ihnen hier, wie das mit Holz ganz einfach gelingt und auf was Sie unbedingt achten sollten. Viel Spaß beim Lesen und Nachmachen!

Die Vorteile: Deshalb sollten Sie jetzt ein Hochbeet selber bauen

Das gewünschte Hochbeet bestellen oder anfertigen lassen? Das gehört jetzt der Vergangenheit an! Denn Sie können sich die Konstruktion für Gemüse, Blumen und Co. ganz einfach selber bauen. Doch warum sind die Hochbeete eigentlich so beliebt? Das liegt vor allem an fünf Gründen:

  1. Üppige Erträge: Wenig Platz, aber maximale Ausbeute? Das gelingt so nur im Hochbeet! Ursachen für die bessere Ernte sind das gute Mikroklima und die hohe Bodenqualität.
  2. Weniger Schädlinge: Zudem werden durch die zusätzliche Erhöhung Schädlinge wie Schnecken oder Ameisen leichter davon abgehalten, Ihre Erträge zu befallen. Durch zusätzlichen Draht am Boden haben auch Wühlmäuse und andere Nager keine Chance!
  3. Rückenschonend: Und auch der Rücken wird mit Hochbeeten geschont, schließlich müssen Sie sich bei der Gartengestaltung und beim Bepflanzen nicht mehr allzu stark bücken.
  4. Gartensaison verlängert: Sie können es jedes Jahr kaum erwarten, dass die Gartensaison endlich losgeht? Dann ist ein Hochbeet genau das Richtige für Sie. Denn dank der darin entstehenden Wärme können Sie schon deutlich früher mit dem Pflanzen und Aussäen beginnen. Zudem schützt die Höhe vor Bodenfrost.
  5. Schöne Optik: Nicht zu vergessen ist natürlich, dass ein Hochbeet auch ein tolles Element zur Gartengestaltung ist. Damit können Sie beispielsweise auch prima die Terrasse vom restlichen Garten abgrenzen. Je nach Ihrem persönlichen Stil können Sie zwischen verschiedenen Materialien und Formen des Hochbeets wählen.

Holz, Paletten und Co.: Die besten Materialien fürs Hochbeet bauen

Nachdem wir Ihnen die Vorteile aufgelistet haben, geht es nun ans Eingemachte! Wir verraten Ihnen die Materialien, die Sie beim Hochbeet bauen am besten verwenden sollten. Außerdem haben wir Ihnen zusammengestellt, auf welches Zubehör Sie nicht verzichten sollten!


Welches Material eignet sich am besten für ein Hochbeet?

Die Rahmenkonstruktion eines Hochbeetes kann aus verschiedenen Materialien bestehen. Besonders beliebt sind Holz, Stein, Kunststoff, Kokosmatten, Edelstahl oder Metall. Da jedes Material am besten zu einem bestimmten Stil passt, sollten Sie sich zunächst über den geplanten Standort und den Zweck Ihres Hochbeets Gedanken machen.

Zudem bringen die unterschiedlichen Werkstoffe jeweils Vor- und Nachteile mit sich. So sind etwa Hochbeete aus Stein besonders witterungsbeständig und wärmend. Zudem sind sie ein echter Blickfang in jedem Garten. Im Vergleich zu anderen Materialien ist Stein allerdings recht teuer und schwer, sodass Sie das Hochbeet im Nachhinein nicht mehr umstellen können.

Besonders beliebt sind deshalb Hochbeete aus Holz. Sie sind leichter und das Material passt zu vielen verschiedenen Gartenstilen. Außerdem lässt sich ein Hochbeet aus Holz besonders gut selber bauen. Die besten Hölzer dafür sind Lärche, Douglasie und Weichhölzer wie Kiefer. Aber auch aus Paletten lassen sich einfache Hochbeete bauen.


Welche Auskleidung ist am besten fürs DIY-Hochbeet?

Nicht nur der Rahmen des Hochbeets muss durchdacht sein, auch das Innenleben sollten Sie zunächst gut planen. Verwenden Sie dabei am Boden der Konstruktion unbedingt Kaninchendraht, um Wühlmäuse und andere lästige Nager fernzuhalten.

Mit einem Unkrautvlies können Sie zudem Verunkrautung stoppen oder zumindest verringern. Das macht die Pflege Ihres Hochbeets deutlich einfacher! Wichtig bei der Variante aus Holz ist zudem Teichfolie oder Noppenfolie. Damit schützen Sie das Material nämlich vor Nässe. Zu finden sind die Folien sowie das weitere Zubehör in jedem Baumarkt.


Hochbeet Bausatz kaufen: Lohnt sich das?

Ein Hochbeet Bausatz nimmt Ihnen dank der bereits vorbereiteten Bretter und Utensilien viel Arbeit ab, kostet jedoch dementsprechend mehr Geld. Fertige Bausatz-Hochbeete kosten – je nach Materialeinsatz und Größe – zwischen 70 und 700 Euro. Überlegen Sie sich also zunächst das Budget, das Sie gerne ausgeben möchten, und entscheiden Sie im Anschluss, welche Variante sich wirklich lohnt.

Hinweis: Sie wünschen sich ein Hochbeet mit individuellen Maßen? Dann ist ein Bausatz eher nicht das Richtige für Sie, da meist nur wenige Größen verfügbar sind.

Einfache Anleitung zum Hochbeet aus Holz bauen

Die Planung ist geschafft, nun können Sie endlich Ihr ganz eigenes Hochbeet aus Holz bauen! Wir erklären Ihnen in unserer Anleitung Schritt für Schritt, wie Ihnen das gelingt.

Dieses Material brauchen Sie für das DIY-Hochbeet:

  • 2 x Holzdielen (100 x 100 cm)
  • Stichsäge
  • Schleifgerät oder Schleifpapier
  • Holzbohrer
  • Bohrmaschine
  • Schrauben
  • Klammerpistole
  • 4 x Beine aus Holz oder Metall (ca. 10 cm lang)
  • Kaninchendraht und Unkrautvlies
  • Folie (Teich- oder Noppenfolie)
  • Bleistift
  • Farbe
  • Pinsel
  • Maßband

Schnelle Schritt-für-Schritt-Anleitung fürs Hochbeet selber bauen

Einfache Anleitung zum Hochbeet selber bauen
Einfache Anleitung zum Hochbeet selber bauen

1. Bretter zurechtsägen: Messen Sie auf den beiden Holzdielen zunächst die Mitte aus und markieren Sie diese. Sägen Sie die Holzdielen mit der Stichsäge in zwei Hälften, um insgesamt vier Teile à 100 x 50 cm zu erhalten. Davon verwenden Sie wiederum ein Teil für die kurzen Seiten des Hochbeets. Diese sägen Sie auf eine Größe von 45 x 50 cm.

2. Holz abschleifen: Jetzt schleifen Sie alle Teile gründlich glatt. So entfernen Sie Splitter und das Holz sieht zugleich ordentlicher aus.

3. Löcher vorbohren: Bohren Sie danach mit dem Holzbohrer die Löcher vor, über die die Teile miteinander verbunden werden. Dieses Vorbohren verhindert, dass das Holz später aufbricht.

4. Bretter festschrauben: Montieren Sie nun alle Teile mithilfe der Schrauben. Befestigen Sie die Unterseite dabei zuletzt.

Einfache Anleitung zum Hochbeet selber bauen
Einfache Anleitung zum Hochbeet selber bauen

5. Beine montieren: Drehen Sie das Hochbeet um. Befestigen Sie nun die vier Beine, indem Sie sie in die Unterseite bohren.

6. Abflusslöcher bohren: Zudem bohren Sie Löcher in den Boden, damit das Wasser gut abfließen kann. Bohren Sie etwa alle 10 cm ein Loch. Falls nötig, können Sie die entsprechenden Stellen auch vorher ausmessen und aufzeichnen.

7. Holz streichen: Für ein schönes Finish können Sie auswählen, ob Sie das Holz lieber streichen oder beizen wollen. Dann tragen Sie jeweils zwei Schichten des gewählten Mittels mit einem Pinsel auf. Dazwischen sollten Sie das Material leicht schleifen, um ein perfektes Ergebnis zu erhalten.

8. Auskleidungen befestigen: Es ist wichtig, dass Sie die Unterseite des Hochbeets mit Kaninchendraht auslegen. Darauf können Sie außerdem ein Unkrautvlies anbringen, um die Pflanzen vor Verunkrautung zu schützen. Beide Auskleidungen befestigen Sie mit der Klammerpistole an der Innenseite des Hochbeets. Überflüssiges Material können Sie einfach abschneiden.

9. Hochbeet befüllen: Zum Schluss stellen Sie Ihr Hochbeet an den gewünschten Standort und befüllen es dort mit Erde. Und schon können Sie Gemüse, Blumen und Co. einpflanzen!

Video-Anleitung: Zweistöckiges Hochbeet aus Holz selber bauen

Oder wie wäre es mit dieser ebenso einfachen Variante? Die ist etwas kleiner, aber durch die beiden platzsparenden Etagen einfach perfekt für den Balkon geeignet. Viel Spaß beim Handwerken!

So finden Sie den richtigen Standort für Ihr DIY-Hochbeet

Damit Sie besonders viel Freude an Ihrem neuen Hochbeet haben, sollten Sie ein folgende Punkte beachten:

  1. Sonniger Standort

    Wählen Sie am besten einen sonnigen Standort in Nord-Süd-Richtung. So erhalten Ihre Pflanzen und die Erde die perfekte Mischung an Sonnenlicht und Schatten. Manche Pflanzen wachsen aber auch im Halbschatten sehr gut.

  2. Gut erreichbar

    Achten Sie auf einen ebenen Untergrund, sodass Sie von allen Seiten gut an das Hochbeet kommen.

  3. Nähe zum Wasser

    Ein Hochbeet benötigt mehr Wasser als ein herkömmliches Flachbeet – vor allem im Sommer. Ein Wasseranschluss in der Nähe ist daher sehr praktisch.

  4. Kleines Hochbeet

    Wählen Sie für den Balkon, den Innenhof und die Terrasse ein kleines Hochbeet, am besten mit Rollen. So verschenken Sie keinen wertvollen Platz und können es bei Bedarf schnell bewegen.

Extra-Tipp: Ebenfalls perfekt für alle urbanen Gärtner ist die vertikale Pflanzenwand! Die ist nämlich nicht nur platzsparend, sondern auch ein echter Hingucker auf jedem Balkon. Hier finden Sie weitere Infos und Tipps zum Thema.

Diese Pflanzen eignen sich für ein Hochbeet

Hochbeete eignen sich besonders gut für den Anbau von Gemüse, Blumen, Kräutern und süßen Früchten. Mit pflegeleichten Pflanzen wie Radieschen, Feldsalat, Buschbohnen oder roter Beete liegen Sie dabei immer richtig. Nur Pflanzen mit zu viel Platzbedarf sollten Sie besser nicht im Hochbeet anbauen. Mehr Infos und Tipps dazu finden Sie hier in unserem Artikel.

Wie Sie ein Hochbeet Schicht für Schicht richtig befüllen

Damit Pflanzen in einem Hochbeet gedeihen können, muss es richtig befüllt werden. Dabei sollten Sie auf jeden Fall auf unterschiedliche Schichten zurückgreifen. Alle Tipps dazu finden Sie deshalb hier.


Wir hoffen, wir konnten Sie nun zum Hochbeet bauen inspirieren! Wenn Sie auf der Suche nach weiteren Tipps sind, empfehlen wir Ihnen unsere Rubrik Gartengestaltung. Hier finden Sie zum Beispiel Infos zum Vertikutieren, Gemüsegarten anlegen oder Unkraut entfernen. Und falls Sie Lust auf weitere Garten-DIYs haben, empfehlen wir Ihnen unsere Artikel zum Tomatenhaus und Pflanzkübel bauen!