Gärtnern für Anfänger mit Handschuhen im Gemüsebeet

Bereits Audrey Hepburn sagte: „Wenn meine Seele Urlaub braucht, gehe ich in den Garten.“ Kein Wunder! Schließlich heißt es, die Gartenarbeit sei heilsamer als so manche Therapie. Das soll an der Kombination von körperlicher Arbeit, frischer Luft und dem Umsorgen der eigenen Pflanzen liegen. Aber natürlich ist noch kein guter Gärtner vom Himmel gefallen! Um den eigenen Garten zu hegen und zu pflegen, brauchen Sie neben etwas Zeit auch das richtige Know-how. Wir erklären Ihnen deshalb in diesem Ratgeber, wie Ihnen das Gärtnern für Anfänger gelingt. Viel Spaß beim Lesen!

1. Sorgsame Planung ist das A und O

Beginnen Sie damit, sich zunächst über Ihre Pläne Gedanken zu machen. Wie möchten Sie Ihre Grünfläche genau nutzen? Sind Sie daran interessiert, Gemüse und Obst anzubauen? Wollen Sie für Ihre Kinder viel Platz zum Spielen schaffen? Oder sollen vor allem schöne Blumen in Ihrem Ziergarten gedeihen?

Diese Entscheidungen sind sehr wichtig für Ihre nächsten Schritte. Sie legen auch fest, welches Zubehör Sie beim Gärtnern unbedingt benötigen. Neben Samen, Erde und einer Schaufel sollten Sie an dieser Stelle etwa überlegen, ob Sie ein Gewächshaus, ein Gartenhaus, ein Gemüsebeet oder einen Bereich für einen Kompost integrieren wollen.

2. Analysieren Sie die Bodenbeschaffenheit Ihres Gartens

Danach geht es an die Bestandsaufnahme: Mit welchen Voraussetzungen haben Sie es in Ihrem eigenen Garten zu tun? Beim Gärtnern für Anfänger geht es zunächst einmal um die Bodenbeschaffenheit. Drauflosgärtnern ist hier keine gute Idee, Pflanzen wachsen nämlich nicht einfach irgendwie und irgendwo.

Informationen zur Bodenbeschaffenheit in Ihrer Wohngegend können Sie beispielsweise im Internet finden. So können Sie Ihre Blumen-, Pflanzen-, und Gemüseauswahl bereits an Ihre Umgebung anpassen.

Tipp: Neben der Bodenbeschaffenheit spielen natürlich auch Sonne und Schatten eine wichtige Rolle! Achten Sie bei der Gartengestaltung also auch auf die Himmelsrichtungen und den Sonnenstand.

3. Gärtnern für Anfänger: Blumenbeet im Garten gestalten

Ein Garten voller Blumen: Das ist wohl für viele Hobbygärtner ein echter Traum! Bei der Auswahl der Sorten für Ihr Blumenbeet sollten Sie aber auf drei Faktoren achten: Höhe, Zeit und Farbe.

  1. Farbe

    Wählen Sie Töne aus, die zueinander passen und so ein stimmiges Gesamtbild ergeben. Das können einerseits Blüten aus derselben Farbfamilie sein oder auch Komplementärfarben!

  2. Blütezeit

    Achten Sie darauf, Blumen auszusäen, deren Blütezeiten sich überlappen. So können Sie die Saison in Ihrem Garten verlängern.

  3. Höhe

    Legen Sie Wert darauf, dass die größeren oder höheren Pflanzen die kleinen Blüten nicht zu sehr bedecken. So erhält jede Pflanze die ideale Menge an Sonnenlicht.

Lese-Tipp: Entdecken Sie bei uns auch, welche Frühlingsblumen sich perfekt kombinieren lassen!

4. Gemüse pflanzen: Diese 10 Sorten eignen sich für Anfänger

Gemüsegarten-Anfänger aufgepasst: Diese Gemüsearten sind so gut wie gelingsicher und wachsen allesamt auch wunderbar im Topf. Leckere Ernte ist da fast garantiert! Sollten Sie gerade erst mit dem Gärtnern beginnen, sollten Sie anspruchsvolle Kandidaten wie Kohl oder Aubergine hingegen erstmal hintenanstellen.

Für die ersten Versuche eignen sich folgende Sorten hingegen ganz wunderbar:

  1. Radieschen
  2. Topinambur
  3. Verschiedene Salate
  4. Buschbohnen
  5. Zucchini
  6. Mangold
  7. Karotten
  8. Knoblauch
  9. Zwiebeln
  10. Verschiedene Kräuter, z.B. Rosmarin

Und keine Sorge: Sollten Sie keinen oder nur einen sehr kleinen Garten haben, können Sie Ihren grünen Daumen auch auf dem Balkon zum Einsatz bringen. Was Sie zum sogenannten Urban Gardening wissen müssen, erfahren Sie in diesem Video. Einfach reinklicken und inspirieren lassen!

5. Übersicht für Garten Anfänger: Wann pflanzen Sie was?

Anders als so mancher Gartenanfänger vielleicht denken mag, ist häufig der Herbst perfekt für die Bepflanzung. Winterharte Stauden, Ziergehölze, Obst oder Rosen werden jetzt in den Boden gesetzt. Auch Blumen für den Frühling wie beispielsweise Narzissen, Krokusse oder Tulpen sollten Sie Experten zufolge besser noch vor dem Winter einpflanzen.

Die Vorteile gegenüber einer Frühjahrsbepflanzung: Die heißen Sommermonate werden umgangen und die Gewächse können während des Winters einen Fokus auf die Wurzeln setzen statt auf den oberirdischen Teil. So gelingt der perfekte Start ins neue Gartenjahr!

Manche Sorten können jedoch auch ganzjährig eingesetzt werden, solange der Boden nicht gefroren ist. Im Zweifel sollten Sie sich einfach nach den individuellen Vorlieben der einzelnen Pflanzen erkundigen.

In unserem Aussaatkalender fürs Gartenjahr finden Sie zudem alle wichtigen Termine von der Aussaat bis zur Ernte- bzw. Blütezeit. Schauen Sie hier einfach nach, wann Ihre liebste Gemüse-, Blumen- oder Kräutersorte gepflanzt werden sollte. Oder Sie drucken sich den Kalender ganz einfach aus!

Aussaatkalender Kräuter pflanzen

Tipp: Als Faustregel gilt, dass empfindliche Gewächse erst nach den Eisheiligen, also Ende Mai, ins Freie gesetzte werden. So können Sie Erfrierungen vorbeugen. Im Gewächshaus gedeihen die Pflanzen jedoch auch schon ab Jahresbeginn.

6. Werkzeug und Gartengeräte: Die Grundausstattung beim Gärtnern für Anfänger

Damit Sie Ihr neues Hobby nun auch wirklich in die Tat umsetzen können, benötigen Sie noch das ein oder andere Utensil. Wir raten Ihnen dazu, in hochwertige Modelle zu investieren. Die werden Ihnen lange Zeit treu zur Seite stehen.

Mit diesen Gartenutensilien wird auch Gärtnern für Anfänger zum Kinderspiel:

  • Eine Schaufel zum Graben
  • Eine Harke
  • Ein Rasenmäher
  • Gartenscheren
  • Astscheren
  • Wasserschlauch und Sprinkler
  • Vertikutierer

Extra-Tipp: So manches Gartengerät können Sie sich auch mit Ihren Nachbarn teilen!

7. Diese Fehler sollten Sie beim Gärtnern für Anfänger vermeiden

Damit das Gärtner für Anfänger auch von Beginn an zum Erfolg wird, haben wir Ihnen hier die Top-3-Fehler aufgelistet, die es zu vermeiden gilt. Achten Sie auf diese kleinen Tipps und Sie werden schon bald einen blühenden Garten haben!


Gießen Sie nicht zu viel

Natürlich müssen frische Anpflanzungen gut angegossen werden. Das bedeutet jedoch nicht, ständig und vor allem viel Wasser über all Ihre Schützlinge zu kippen. Die Wurzeln benötigen genug Sauerstoff, den sie nicht erhalten, wenn sie ständig von Wasser getränkt sind.


Verwenden Sie nicht den falschen Dünger

Auch das Düngen im Übermaß sollten Sie vermeiden. Nicht wenige Pflanzen bevorzugen ein individuelles Düngeprogramm – was dem einen Setzling gefällt, muss dem Pflanznachbarn nicht schmecken. Hier ist weniger also mehr!


Vorsicht vor giftigen Pflanzen!

Die schönsten Blumen im Zierbeet sind häufig mit Vorsicht zu genießen: Denn die farbenprächtigen Blüten verlocken so manchen Hobbygärtner zum Pflücken – und führen so schnell zu ernstzunehmenden Vergiftungen. Denn nicht jede Giftpflanze muss verzehrt werden, um Symptome auszulösen – häufig reicht auch bereits der Hautkontakt aus, um das Gift aufzunehmen. Die Folgen hängen von der Pflanzenart ab, können aber bis hin zu schweren Herzrhythmusstörungen, Kreislauflähmungen oder Krämpfen führen.

8. So schützen Sie Ihren Garten vor Unkraut und Schädlingen

Damit Sie die Früchte Ihrer Arbeit auch so lange wie möglich genießen können, sollten Sie Ihre Pflanzen und Blumen vor ungewünschten Schädlingen schützen. Umweltschonende Präventivmaßnahmen schützen Ihren Garten und auf lange Sicht auch das Portemonnaie.

  • Sehen Sie sich Pflanzen zunächst vor dem Kauf genau an, damit Sie keine Schädlinge oder Krankheitserreger einschleppen. Wählen Sie stets die Setzlinge, die gesund und robust aussehen und noch keine Schäden aufweisen.
  • Feinmaschige Netze zählen zu den einfachsten, kostengünstigsten und zugleich effektivsten Pflanzenschutzmaßnahmen im Gemüsegarten. Sie halten unter anderem Gemüsefliegen, Minierfliegen und Gallmücken fern.
  • Gegen Insekten wie Blattläuse, Weiße Fliegen oder Spinnmilben können Sie Insektizide auf Basis von Rapsöl oder Kali-Seife einsetzen. Diese sind zwar auf einer chemischen Basis, bestehen jedoch trotzdem aus umweltverträglichen Wirkstoffen. Ein idealer Kompromiss für die Pflege Ihres Gartens!

Lese-Tipp: Viele weitere Tipps zum Unkraut bestimmen und vernichten erfahren Sie in unserem Artikel dazu!


Lesetipp: Das Garten-Fieber hat Sie gepackt? Dann schauen Sie doch mal in unsere Kategorie Gartengestaltung! Hier finden Sie viele hilfreiche Tipps – etwa zum Gartenhaus einrichten, zum Rasen vertikutieren oder zum perfekten Sichtschutz.