Buddha Figur

Eine Sitzecke mit Deko-Kissen, zahlreiche bunt bepflanzte Blumentöpfe und ein großer Sonnenschirm – die Balkongestaltung ist in unseren Gefilden oftmals identisch. Natürlich hat die hiesige Wohlfühloase auch ihre Vorzüge zu bieten, dennoch sollte man hin und wieder für frischen Wind und Abwechslung im Outdoorbereich sorgen. Erlaubt ist grundsätzlich, was Ihnen gefällt! Wenn Sie jedoch auf der Suche nach Harmonie und Ruhe sind, bietet sich ein Zen-Garten bestens an. Dieser lässt sich übrigens prima auf dem Balkon umsetzen. Denn nicht immer braucht es für die innere Ruhe einen üppigen Garten. Wir erklären Ihnen, was einen Zen Garten Balkon ausmacht und wie Sie die japanische Gestaltung in Angriff nehmen. Lassen Sie sich von unseren Tipps und Ideen inspirieren!

Wie sieht ein Zen Garten aus?

Der Zen-Garten oder auch ein japanischer Steingarten punktet optisch vor allem mit einer klaren Struktur. Ein hohes Maß an Ordnung und Geradlinigkeit machen den Look aus und sollten daher bei einem Zen Garten Balkon definitiv im Fokus stehen.

Weiterhin verzichtet man beim Anlegen eines Zen Gartens auf bunte Blumen sowie Wasser. Allgemein sind farbenfrohe Hingucker hier weniger erwünscht. Das liegt daran, dass der Zen Garten seinen Ursprung im Buddhismus findet und dort als Ort der Meditation und Ruhe interpretiert wird.

Planen Sie die Gestaltung eines Mini Zen Gartens auf Ihrem Balkon, können Sie sich an den folgenden Zen-Regeln orientieren – vier Elemente, die ein Muss im japanischen Steingarten sind:

1. Element: Steine

Steine übereinander gestapelt

Im Buddhismus stehen Steine für Tiere, welche in der Natur eingebunden sind. Zudem symbolisieren sie die vom Himmel herabsteigenden Götter.


2. Element: Bäume

Bonsai Bäumchen

Bäume bzw. grüne Pflanzen im Allgemeinen sind ein Ausdruck für Leben, welches sich immer wieder regeneriert und wächst.


3. Element: Sand

Sand mit Kreisen

Auch wenn im Zen Garten echtes Wasser (in Form eines Gartenteichs) keine Rolle spielt, wird gerne Kies verwendet, um das kühle Nass zu symbolisieren. Vielleicht kennen Sie einen Mini Zen Garten, der oftmals zu dekorativen Zwecken eingesetzt wird und bei dem mit einem Rechen wellenförmige Muster konzipiert werden.


4. Element: Moos

Landschaft mit Moos überdeckt

Moos dient auf einem Zen Garten Balkon als Feuchtigkeitsspender. Gleichzeitig symbolisiert das Grün die Weisheit. Wussten Sie übrigens, dass Moos als einzige Wuchsform in einem japanischen Steingarten erlaubt ist?

Warum ein Zen Garten? Das bewirkt er auf dem Balkon

Vielleicht fragen Sie sich jetzt, warum gerade ein Zen Garten auf dem Balkon so optimal ist. Unter Umständen haben Sie sogar schon einmal einen Zen Garten gesehen. Denken Sie also gerne daran zurück – sicherlich kommen Ihnen diese Vorteile und Highlights bekannt vor:

  1. Entspannung pur:

    Die klare Struktur des Zen Gartens sorgt für Ordnung im Kopf und bringt Entspannung.

  2. Zengärten lassen sich überall anlegen:

    Für einen Zen Garten braucht es nicht viel Platz. Miniaturgärten können sogar prima in einer Schale angelegt werden.

  3. Den Balkon verschönern:

    Die japanische Garten- oder auch Balkongestaltung ist ein echter Hingucker und sorgt für frischen Wind in Ihrem Draußenzimmer.

  4. Meditation im Freien:

    Nutzen Sie einen Zen Garten Balkon zum Meditieren sowie als Ort der Ruhe und Entspannung.

  5. Natur und Aussicht genießen:

    Moos, Bonsai-Bäume und Steine machen den Zen Garten Balkon zum Paradies mit japanischem Flair für Naturliebhaber.

In 5 Schritten zum Zen Garten Balkon

Um einen Zen Garten für den Balkon zu gestalten, braucht es eigentlich nicht viel. Tatsächlich reicht oftmals schon eine große, flache Schale aus. Wer aber aus dem Mini Zen Garten einen Zen Garten für den kompletten Balkon zaubern möchte, sollte Schritt für Schritt vorgehen. Nur so lassen Sie ein rundum erholsames Refugium entstehen:

1. Schritt: Zen Garten planen

Die Planung des Zen Gartens ist das A und O. Überlegen Sie sich vorab ein passendes Konzept für Ihren Zen Garten Balkon und behalten Sie somit auch die Kosten im Blick. Oftmals kann sogar eine Skizze sehr hilfreich sein. Vor allem wenn Sie über einen großen Balkon verfügen und verschiedene Dinge integrieren möchten.

2. Schritt: Kies, Sand und Rasen als Balkonboden

Nun geht es an den Boden. Natürlich können Sie Ihren Balkonboden so lassen wie er ist. Aber für einen authentischen Zen Garten ist Kies unerlässlich. Hierbei steht es Ihnen frei, ob Sie den Kies pur auf dem Boden verteilen oder eine Folie darunter verlegen. Wenn Sie sich für Letzteres entscheiden, achten Sie darauf, dass das Regenwasser problemlos ablaufen kann und sich nicht auf oder unter der Folie staut.

3. Schritt: Bonsai-Bäume und Moos pflanzen

Moos ist in einem Zen Garten erlaubt. Auch Bonsai-Bäume sind beliebt. Das wars dann aber auch schon mit der Bepflanzung. Grundsätzlich sollten Sie es so oder so nicht übertreiben. In der Regel reichen ein bis zwei Bonsai-Bäume auf dem Balkon bereits vollkommen aus. Weitere Pflanzen, die grüne Akzente setzen, sind unter anderem Buchsbäume sowie asiatische Ziergräser (etwa Chinaschilf) und fernöstliche Ziergräser (wie Rhododendron und Azalee).

4. Schritt: Steine und Skulpturen in den Zen Garten integrieren

Wie bereits erwähnt reichen oftmals schon wenige Pflanzen aus, denn es gesellen sich noch Steine, Felsen oder Findlinge dazu. Diese stehen für eine bergige Landschaft. Achten Sie beim Gestalten darauf, dass die Steine nicht symmetrisch, sondern wellenförmig angeordnet werden. Besonders schön machen sich auf einem Zen Garten Balkon außerdem Buddha-Figuren und Steinlaternen.

5. Schritt: Wellen in den Sand haken

Wellenförmige Linien im Kies symbolisieren das Wasser und sorgen für pure Entspannung. Wichtig: Die Wellen sollten weder einen erkennbaren Anfang noch ein Ende haben. Mit einer Harke, einem Rechen und ein wenig Übung werden Ihnen sicherlich schon bald die perfekten Linien gelingen.