Kinderbad einrichten und dekorieren

Kinderbad oder Gästebad? Diese Frage stellt sich wohl jeder, der zwei Bäder in seinem neuen Zuhause hat. Gerade bei einem eigenen Bad für die Kinder kommen dabei weitere Überlegungen auf: Brauchen Kinder ein Kinderbad? Ab wann möchten Kinder ein Kinderbad? Was sind die Vorteile eines Kinderbads? Und wie richtet man ein Kinderbad kindgerecht ein? Wir liefern Ihnen hier die Antworten mit allen Infos und Tipps. Viel Spaß beim Lesen!

Vorteile: Darum kann das Kinderbad sinnvoll sein!

Ein Kinderbad hat so einige Vorteile. So wird Ihr Nachwuchs im eigenen Badezimmer etwa schnell selbstständig. Ihre Kinder gewöhnen sich daran, alltägliche Dinge wie Zähneputzen oder Händewaschen ohne die Hilfe ihrer Eltern zu erledigen. Sie bekommen also nicht nur mehr Platz für sich selbst im Elternbad, sondern gewinnen auch mehr Zeit.

Schauen wir uns die Vorteile des Kinderbadezimmers hier genauer an:

  • Selbständigkeit: Kinder werden im eigenen Bad selbstständiger. Selbstständig handeln schafft dabei kleine Erfolgserlebnisse.
  • Verantwortungsgefühl: Kinder lernen Verantwortung zu tragen, zum Beispiel dafür, ob sie sich auch wirklich die Zähne täglich putzen. Später schließlich auch dafür, das eigene Bad sauber und gepflegt zu halten.
  • Zeitersparnis: Ein Kinderbad spart Zeit im Zusammenleben als Familie, wenn niemand vor der Badezimmertür warten muss und alle gleichzeitig fertig sind.
  • Gästebad: Das Bad kann parallel immer noch als Gästebad genutzt werden. Vor allem, solange die Kinder noch zu klein sind, oder nachdem die Kinder ausgezogen sind.
  • Elternbad: Sie bekommen im Elternbad mehr Platz, Zeit und Ruhe für sich.
  • Privatsphäre: Je älter die Kinder werden, desto mehr wünschen auch sie sich mehr Privatsphäre im Bad.

Nachteile: Das spricht gegen das Kinderbad

Sie sehen: Es gibt so einige Argumente, die für das Kinderbad sprechen. Doch natürlich wollen wir Ihnen auch die Nachteile vorstellen. Was also spricht nun gegen das Kinderbad?

Nachteile von Kinderbadezimmern:

  • Platz: Sie brauchen genügend Platz. Nur wenn ein Zweitbad planbar ist, steht ein Kinderbad zur Debatte.
  • Kosten: Dabei entstehen Kosten. Nur wer sich ein Zweitbad leisten kann, kann daraus auch ein Kinderbad machen. Vielleicht tut es auch ein zweites WC mit Waschbecken.
  • Kurze Nutzungsdauer: Wenn die Grundausstattung und Sanitäranlagen nicht auch von Erwachsenen nutzbar sind, dann hat das Kinderbad eine kurze Nutzungsdauer. Daher ist es sinnvoll, es so zu planen, dass daraus auch ein Gästebad werden kann.
  • Putzaufwand: Das Kinderbad muss natürlich auch geputzt werden. Falls die Kinder dafür noch zu klein sind, putzen wahrscheinlich Sie als Eltern, was Sie wiederum viel Zeit kosten wird.

Tipps zur Planung eines Kinderbads

Sie haben sich für das Kinderbad entschieden? Die Vorteile klingen sehr verlockend und die Nachteile räumen Sie durch clevere Planung aus dem Weg? Super! Dann wird es jetzt Zeit zum Bad planen. Wir helfen Ihnen gern dabei und beantworten die wichtigsten Fragen.


Wo kommt das Kinderbad hin?

Ein Gästebad kann grundsätzlich auch im Erdgeschoss oder neben der Küche liegen. Das Kinderbad dagegen sollte idealerweise neben dem Kinderzimmer sein – oder zumindest gut erreichbar auf der gleichen Etage liegen.


Wie groß sollte ein Kinderbad sein?

Wenn das Bad hauptsächlich von den Kindern genutzt wird, dann muss es nicht ganz so groß sein wie ein Familienbadezimmer mit Doppelwaschtisch. Genügend Platz für eine Badewanne wäre schön, da gerade kleine Kinder gerne baden und plantschen. Trotzdem ist dies kein Muss. Sie können auch im kleinen Badezimmer eine gemütliche Oase für die Kleinen schaffen.

Viele Einrichtungstipps für ein kleines Bad finden Sie ebenfalls bei uns!


Wer nutzt das Kinderbad?

Für ein Einzelkind würde sich ein separates Bad wahrscheinlich nicht lohnen. Auch bei sehr kleinen Kindern besteht noch kein großes Interesse an Unabhängigkeit und Privatsphäre. Dann kann das Zweitbad vorerst als Gästebad genutzt werden. Später, wenn sich Ihr Kind oder Teenie mehr Selbstständigkeit wünscht, rüsten Sie das Bad um.

Für Familien mit mehreren Kindern ist das Kinderbad hingegen absolut sinnvoll. Je mehr Personen ein einzelnes Familienbad nutzen, desto länger wird der Stau vor der Badezimmertür. Umso höher steigen zudem die Chancen, dass man sich gegenseitig Raum und Privatsphäre nimmt. Für Geschwister und Kinder, die schon selbstständig genug sind, sind Kinderbäder deshalb ein toller Rückzugsort.


Was kostet ein Kinderbad?

Dies kommt ganz auf die Größe des Raumes und die Ausstattung an. Grundsätzlich gehören Badezimmer zu den teureren Räumen im Haus. Soll das Kinderbad eine Badewanne oder Dusche bekommen? Brauchen Sie zwei Waschbecken oder eines? Schließlich entscheidet auch die gewählte Wandverkleidung, die weitere Ausstattung und die verwendeten Materialien darüber, wie kostspielig Ihr Kinderbad wird.

Spar-Tipp: Natürlich können Sie alle Sanitäranlagen in Kindergröße einplanen – allerdings müssen Sie dann später sanieren, wenn die Kinder groß sind. Dadurch entstehen nochmals Kosten!

Das Bad für Kinder einrichten – so geht’s

Ist die Planung abgeschlossen, darf das Kinderbad schließlich kindgerecht, aber trotzdem langfristig gedacht eingerichtet werden. Doch was bedeutet das genau? Ein Kinderbad sollte genügend Sicherheit aber auch Spaß und Gemütlichkeit bieten, viel Stauraum haben, aber auch fröhlich und einladend wirken. Wir verraten Ihnen, wie das gelingt!


Sicherheit im Kinderbad mitdenken

Der Sicherheitsstandard im Kinderbad orientiert sich immer am kleinsten Familienmitglied. Größere Geschwister können beim Zähneputzen helfen, aber kleine Kinder sollten trotzdem die Möglichkeit haben, die Toilette und das Waschbecken selbstständig und sicher nutzen zu können. Vermeiden Sie darum rutschige Böden, scharfe Kanten, ungesicherte Steckdosen oder sehr heißes Wasser. Vor letzterem schützen praktische Thermostate, die Wassertemperaturen regulieren und die Kinder vor Verbrennungen schützen.

Damit Kinder den Klodeckel nicht jedes Mal mit einem Knall zuklappen und sich dabei womöglich die Finger einklemmen, gibt es sichere Varianten mit regulierter Absenkautomatik. Damit der Toilettengang für jedes Ihrer Kinder sicher bleibt, können Sie eine zweite absenkbare Toilettenbrille mit schmalerem Durchmesser installieren. Gefährliche Gegenstände haben im Kinderbad natürlich nichts zu suchen. Dafür können Nagelschere und Co. im Erwachsenenbad für Sie griffbereit bleiben, ohne dass Sie Bedenken haben müssten.


Gästebad als Option behalten

Berücksichtigen Sie bei der Einrichtung zudem, dass das Kinderbad eventuell auch als Gästebad nutzbar bleiben kann. Es ist also durchaus sinnvoll, das Bad nach allgemein üblichen Standards auszustatten und lediglich kindgerecht zu dekorieren. Sanitäranlagen in Kindergröße sind nämlich nur für wenige Jahre wirklich praktisch. Wenn die Kinder noch zu klein sind, um bequem am Waschbecken stehen zu können, dann helfen ihnen kleine Hocker und Leitern. Wobei auch diese möglichst sicher sein sollten und nicht leicht kippen dürfen. Gleichzeitig bleibt das Waschbecken in Standardgröße für große Geschwister und für Gäste bequem nutzbar.


Kindgerechte Elemente einplanen

Besonders toll sind Elemente, die höhenverstellbar sind und mitwachsen. So gibt es zum Beispiel verstellbare Toiletten oder Waschtische oder auch Toiletten und Waschbecken mit Füßen zum Draufstellen. Oder wie wäre es mit einem integriertem, ausziehbarem Tritt oder Waschbecken mit leicht erreichbaren, vorverlegten Armaturen? Ebenfalls schön kinderfreundlich sind Duschköpfe, die über ein blaues oder rotes Licht die Wassertemperatur anzeigen.

Andere Accessoires, wie zum Beispiel der Spiegel oder auch Handtuchhalter und Co. sollten nicht zu hoch hängen, sodass alles für jedes Familienmitglied erreichbar bleibt. Am besten reicht ein großer Spiegel ganz hinunter bis ans Waschbecken, sodass sowohl erwachsene Gäste als auch das jüngste Kind sich darin sehen können.

Im Idealfall ist das Kinderbad so eingerichtet, dass die Selbständigkeit und Entwicklung des Kindes gefördert wird. Ist die Zahnbürste gut erreichbar, sodass die Kids sich alleine fertig machen können? Können Kinderhände die Dusche selbstständig bedienen? Überlegen Sie sich, wie Sie die morgendliche Routine für Ihre Kinder einfacher gestalten können. Somit wird auch Ihre Zeit alleine im Bad länger, da Sie nicht mehr in zwei Bädern gleichzeitig anwesend sein müssen.


Robuste Materialien

Zwei Bäder, die täglich genutzt werden – da wird auch das Bad putzen deutlich aufwändiger. Gerade im Kinderbad kann ohne Aufsicht schon mal ein Missgeschick passieren: Der Seifenspender wird ausgeleert, der Zahnputzbecher geht kaputt oder die Wanne läuft über. Darum sollten Sie auf pflegeleichte und robuste Materialien setzen. Die Bodenfließen sollten also nicht zu empfindlich sein und der Spiegel gut zugänglich zu reinigen sein. Denn Spritzflecken sind quasi vorprogrammiert. Denken Sie daran, wenn Sie Oberflächen, Wandverkleidungen, Materialien und Farben auswählen: Je unkomplizierter und pflegeleichter, desto besser.


Stauraum schaffen

Ähnlich wie beim Putzaufwand verhält es sich auch mit der Ordnung im Kinderbadezimmer. Machen Sie sich selbst und den Kindern das Leben leichter, indem Sie schon bei der Planung und Einrichtung daran denken. Schaffen Sie also genügend Stauraum. Großzügige Schubladen sind praktischer als breite Ablageflächen, auf denen sich Krimskrams sammeln könnte. Darin helfen Organizer dabei, wildes Chaos vorzubeugen.

Haken geben Handtüchern ihren Platz, dafür müssen sie aber auch leicht erreichbar sein. Achten Sie grundsätzlich darauf, dass genügend Stauraum nicht nur für Badezimmerutensilien, sondern auch für Spielzeug da ist.

Kinderbad dekorieren: Die schönsten Ideen

Ein Kinderbad darf und soll den Kindern Spaß machen! Setzen Sie darum auf bunte Farben und verspielte Accessoires. Das geht tatsächlich auch stilvoll und muss nicht kitschig sein. Vorausschauend gedacht, können Sie das Bad zunächst neutral und auch für Erwachsene ansprechend ausstatten, sprich in schlichten Farben und mit klaren Linien. Anschließend peppen Sie es mit Accessoires und Dekoration kindgerecht auf.

So können Sie zum Beispiel bunte Armaturen installieren, welche Sie später auch wieder austauschen können. In der Dusche oder Badewanne sorgt ein Brausekopf in Tierform für mehr Badespaß. Fliesenaufkleber machen aus weißen Wänden bunte Bilder, die Spaß bringen.

Außerdem können Sie die Interessen Ihrer Kinder in die Badezimmer Einrichtung einfließen lassen. Von Badematten und Handtüchern über den Duschvorhang bis hin zum Seifenspendern und Zahnbürstenbecher – es gibt viel Auswahl und kreative Motive. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Bad im Dschungel-Thema oder voller Piraten-Motive? Oder Sie verzieren es mit Fischen oder Feen. Indem Sie ein Thema wählen und schließlich die einzelnen Dekoelemente daran anpassen, wirkt das Bad zwar bunt und fröhlich, aber nicht chaotisch, kitschig oder überladen.

Fazit: Ist das Kinderbad sinnvoll?

Ein Kinderbad ist unter Umständen eine sinnvolle und praktische Ergänzung für Ihr Zuhause. Stellen Sie sich im Voraus folgende Fragen:

  • Haben Sie genügend Platz für ein Kinderbad?
  • Reicht Ihr Budget dafür?
  • Wird mehr als ein Kind das Badezimmer nutzen?

Sowohl Ihre Kinder also auch Sie selbst werden davon profitieren. Während die Kleinen dadurch lernen und wachsen, bekommen Sie Ihre eigene Rückzugsoase im Elternbad. Sprechen Sie in jedem Fall mit Ihren Kindern darüber, erklären Sie, wie sie das Bad selbstständig nutzen können und sprechen Sie über kreative Einrichtungsideen und Deko-Motive.


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