Felle

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Als Felle bezeichnet man die Häute langhaariger Säugetiere, die – meist durch die Technik des Gerbens – verarbeitet und haltbar gemacht wurden, um den Menschen zu wärmen, sei es in Form von Kleidung oder Heimtextilien. Das Besondere an Tierhäuten und Fellen als Textilien ist, dass sie einzigartige Eigenschaften haben, ihre Verarbeitung und Nutzung fast so alt ist wie die Menschheit selbst und dass es vor dem Einsatz von Kunstleder ab dem 20. Jahrhundert keine Ersatzmaterialien dafür gab.

Heute sind Leder, Pelze und Felle nicht nur dazu da, um uns zu wärmen, sondern fungieren als Statussymbole, da sie Exklusivität, hochwertige Qualität und Luxus ausstrahlen. Dies gilt vor allem für Kleidung und Handtaschen, doch auch im Home & Living-Bereich wertet ein Deko- oder Wohnaccessoire aus Fell sofort den ganzen Raum auf. Hier kann Fell nicht nur als Teppich oder Überwurf eingesetzt werden, sondern macht, auf Möbelstücke gespannt, diese zu einem ganz besonderen Einzelstück.

Geschichte der Felle

Die ersten schriftlich überlieferten Quellen über das Gerben der Felle stammen aus der Zeit um 1200 v. Chr., aber schon einige Jahrtausende früher sollen die Ägypter Tierhäute weiterverarbeitet haben. Bereits bei den Griechen, aber auch im römischen Imperium hatten Felle eine beträchtliche wirtschaftliche Bedeutung. So begehrt Felle auch waren, das Gerben wurde durch die unhygienischen Gerbstoffe und den unerträglichen Geruch in den Gerbereien als schmutziges Handwerk angesehen und so wurden Sklaven gezwungen, diese körperlich belastende und ungesunde Arbeit auszurichten.

Auch im Mittelalter galt das Handwerk des Gerbers als verrufen und die Gerbereien wurden in eigene Stadtviertel zurückgedrängt, jedoch entwickelten sich in dieser Zeit auch die ersten Zünfte und ein Gerber wurde, wenn er die typische Gerber-Krankheit Milzbrand überlebt hatte, als wertvoll angesehen und verhältnismäßig gut von seinem Arbeitgeber behandelt. Durch den Einfluss anderer Kulturen entwickelte sich die Verarbeitung der Felle weiter und spaltete sich in mehrere Bereiche, unter anderem Pelzzurichtung auf.

Die Industrialisierung im 19. Jahrhundert beschleunigte die Herstellungsprozesse der Felle und machte das Gerben zu einem der wichtigsten Industriezweige. Statt herkömmlicher Gerbstoffe setzte man nun immer mehr Chemikalien ein, um die wertvollen Felle, Leder und Pelze zu gewinnen. Seit dem 20. Jahrhundert spielen neue Faktoren in der Herstellung der Felle eine Rolle, wie etwa Tierschutz, Umweltschutz und Konkurrenz durch die Lederindustrie in Asien.

Felle im Home & Living-Bereich

FelleDas Zuhause durch Felle warm und kuschelig zu machen ist nichts Neues – schon immer haben Felle Menschen vor der Kälte geschützt und für einen weichen Schlafplatz gesorgt. Einige Zeit wurden Felle jedoch als primäre Heimtextilien – sei es Bettwäsche, Teppiche oder Überwürfe – von anderen Materialien abgelöst und wenn, dann nur vereinzelt als Deko-Elemente eingesetzt. Einzig und allein bei unserem Nachwuchs haben wir nie aufgehört auf die natürliche Großartigkeit der Lammfelle zu setzen. Gerade im Schlafzimmer vor einem chicen Boxspringbett macht sich ein flauschiges Fell wunderbar – so steht man garantiert nicht mit dem falschen Fuß auf!

Mit dem Trend zur Natürlichkeit bei der Einrichtung, der in den 90er Jahren auflebte, kam auch das Comeback der Felle und sie feierten siegreich ihren Wiedereinzug in unsere vier Wände. Das Schaffell als Bettvorleger ist seitdem aus den meisten Schlafzimmern nicht wegzudenken und eben diese Felle zieren immer mehr Sessel und Designer-Stühle. Auch beweisen wieder viele Mut zur Opulenz und setzen mit einem dekadenten Fell-Überwurf ihr heimisches Sofa im sonst minimalistischen Wohnzimmer. Doch nicht nur weiche Langhaar-Felle vom Lamm, Rentier oder Schaf dürfen unser Zuhause schmücken, auch die stylischen gefleckten Kuhfell-Teppiche mit kurzem Haar sind wahre Hingucker auf jedem Boden. Diese Arten von Fellen im Home & Living-Bereich unterscheidet man:

  • Langhaarfell – flauschig, warm, kuschelig, das sind die Eigenschaften von Langhaarfell vom Lamm oder Schaf. Es eignet sich besonders gut als Überwurf für Sessel, Stühle und Sofa und im Winter als Unterlage auf der Matratze. Klassiker: Langhaarfell als Bettvorleger.
  • Kurzhaarfell – nicht so kuschelig wie Langhaarfell, dafür hervorragend als Teppich, Wandbehang oder Kissenbezug geeignet und auch, um Möbelstücke wie Poufs oder die berühmte LC 4 Liege von Le Corbusier damit zu bespannen. Meist handelt es sich um Kuh- oder Rinderfell.

Wie Sie Felle in Szene setzen

Felle haben eine gemütliche und zugleich glanzvolle Ausstrahlung. Die Felle von Schaf und Lamm sind in Weiß der Klassiker, aber auch die Verfärbungen von Grau und Schwarz finden Einzug in den Bereich dieser Felle. Diese Farben bringen zeitlose, moderne und edle Akzente in Ihr Zimmer, sei es auf dem Sofa oder auf den Boden. Auch Kuh- und Rinderfelle gibt es nicht mehr nur im Typischen braun-weißen Muster. Auch hier gibt es neben Braun das Design mit Schwarz-Weiß und Grau-Weiß. Mit diesem auffällig, aber dabei ruhig bleibenden Stil werten Sie jedes Zimmer mit einem modernen und puristischen Highlight auf, der dazu noch wärmend ist.

Felle richtig reinigen

Felle werden bei jeder Reinigung stark beansprucht. Damit Ihre Wohn-Felle nicht zu stark leiden und an Glanz oder Flauschigkeit verlieren, sollten Sie sich gut überlegen, ob eine Reinigung wirklich notwendig oder ob es vielleicht genügt, das Fell an die frische Luft auszusetzen, denn dort reinigt es sich typischerweise von selbst. Ausklopfen, Absaugen in Haarwuchsrichtung und Ausbürsten mit einer Fellbürste können eine aufwendigere Reinigung vermeiden. Wenn es sich doch um eine gröbere Verschmutzung handeln sollte, kann mildes Wollwaschmittel oder spezielles Fellwaschmittel helfen. An die Reinigung Ihrer Fellteppiche und Kuh-Felle im Allgemeinen sollte sich nur ein Fachmann herantrauen.

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